Aufgaben und Ziele

Die Akademie dient gemäß Staatsvertrag zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg der Förderung der Wissenschaften. Sie wirkt mit anderen Akademien und wissenschaftlichen Einrichtungen des In- und Auslandes zusammen.


Unter Leitung der Leopoldina sowie gemeinsam mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und den anderen in der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften zusammengeschlossenen Akademien nimmt sie Aufgaben der Nationalakademie wahr. Sie ist gemeinsam mit der Leopoldina Trägerin der Jungen Akademie, einer in Deutschland bislang einzigartigen Form der institutionellen Förderung des herausragenden wissenschaftlichen Nachwuchses mit Vorbildwirkung auch für Akademien in anderen Ländern.

 

Die Akademie betreut rund 30 wissenschaftliche Akademienvorhaben.
Die wissenschaftlichen Traditionsunternehmungen – wie Wörterbuchprojekte, Editionen, Dokumentationen und Bibliographien – machen sie zur größten außeruniversitären Forschungseinrichtung mit geisteswissenschaftlichem Profil in der Region. Zu ihnen zählen das Altägyptische Wörterbuch und das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, die Edition der Werke von Leibniz, von Alexander und Wilhelm von Humboldt und der Veröffentlichungen, der Handschriften und des Briefwechsels von Karl Marx und Friedrich Engels, Kant´s gesammelte Schriften ebenso wie das Corpus Coranicum – einer Dokumentation des Korantextes in seiner handschriftlichen und mündlichen Überlieferungsgestalt.

 

Die Akademie betreibt fach- und fachgruppenübergreifend angelegte wissenschaftliche Forschung in interdisziplinären Arbeitsgruppen und weiteren geeigneten Arbeits- und Organisationsformen.
In Interdisziplinären Arbeitsgruppen und Initiativen – einer in der deutschen Akademienlandschaft innovativen Arbeitsform – befassen sich Akademiemitglieder gemeinsam mit externen Fachkollegen und Nachwuchswissenschaftlern mit Zukunftsfragen unserer Gesellschaft. Aktuell sind dies Themen wie die Klinische Forschung in vulnerablen Populationen, die Zukunft technischer und naturwissenschaftlicher Bildung in Europa oder die Auswirkungen des globalen Wandels auf regionale Entwicklungen. Gemeinsam mit der Leopoldina werden Ursachen, Folgen und die Gestaltbarkeit von Fertilität untersucht.

 

Die Akademie nimmt Aufgaben der Gesellschaftsberatung wahr.
Mit den als Forschungsberichte, Memoranden und Empfehlungen vorgelegten Ergebnissen und deren öffentlicher Diskussion leistet die Akademie einen aktiven Beitrag zur Politik- und Gesellschaftsberatung. So werden mit den Gentechologieberichten der gleichnamigen Arbeitsgruppe die Voraussetzungen für einen unvoreingenommenen und ergebnisoffenen Diskurs über die Gentechnologie in Deutschland geschaffen. Die Akademie hat sich mit Manifesten zum Gesundheitssystem und zu den Geisteswissenschaften zu Wort gemeldet, Leitlinien für die Politikberatung vorgelegt und zu neuen Wegen der Stammzellforschung Stellung bezogen. Im Kontext der Initiativen der Nationalakademie ist sie an Empfehlungen wie die zur Grünen Gentechnik und zu Prioritäten in der Energieforschung beteiligt.

 

Die Akademie fördert den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.
Die Akademiezeitschrift Gegenworte bietet Wissenschaft und Öffentlichkeit ein Dialogforum auf hohem Reflexionsniveau. Daneben richtet sie sich mit einem vielschichtigen Angebot unterschiedlicher Formate an ein breites Publikum verschiedenster gesellschaftlicher Bereiche und Altersgruppen. Mit der Initiative Akademie und Schule wendet sich die Akademie an die junge Generation. Durch ihre besondere Stellung fördert die Akademie die institutionelle Zusammenarbeit der universitären und der außeruniversitären Forschung.

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