Aufgaben und Ziele

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW), vormals Preußische Akademie der Wissenschaften, dient gemäß Staatsvertrag  zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg der Förderung der Wissenschaften. Sie nimmt Aufgaben der Gesellschafts- und Politikberatung wahr, fördert den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und unterstützt die institutionelle Zusammenarbeit der außeruniversitären Forschung mit den Hochschulen in Berlin und Brandenburg.


Die BBAW wirkt mit anderen Akademien und wissenschaftlichen Einrichtungen des In- und Auslandes zusammen. Unter Leitung der Leopoldina  sowie gemeinsam mit acatech  und den in der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften  zusammengeschlossenen Akademien nimmt sie Aufgaben der Nationalakademie wahr. Sie ist gemeinsam mit der Leopoldina Trägerin der Jungen Akademie , der weltweit ersten Akademie mit dem Ziel der institutionellen Förderung herausragenden wissenschaftlichen Nachwuchses.


Die Akademie betreut rund 25 wissenschaftliche Akademienvorhaben.
Die wissenschaftlichen Traditionsunternehmungen – wie Editionen, Lexika, Wörterbuch- und Erschließungsprojekte – machen die BBAW zur größten außeruniversitären Forschungseinrichtung mit geisteswissenschaftlichem Profil in der Region. Zu ihnen zählen beispielsweise das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache  und das Goethe-Wörterbuch , die Edition der Werke von Leibniz (Reihe IV  und VIII ), der Reisetagebücher von Alexander von Humboldt , der Werke, der Handschriften und des Briefwechsels von Karl Marx und Friedrich Engels  und der gesammelten Schriften von Kant  ebenso wie das Corpus Coranicum , einer Dokumentation des Korantextes in seiner handschriftlichen und mündlichen Überlieferungsgestalt.


Die Akademie betreibt fach- und fachgruppenübergreifend angelegte wissenschaftliche Forschung in interdisziplinären Arbeitsgruppen und weiteren Arbeits- und Organisationsformen.
In interdisziplinären Arbeitsgruppen  und Initiativen  – einer in der deutschen Akademienlandschaft innovativen Arbeitsform – befassen sich Akademiemitglieder gemeinsam mit externen Fachkollegen und Nachwuchswissenschaftlern mit aktuellen Zukunftsfragen unserer Gesellschaft. Beispiele hierfür sind die Regelung von Verantwortung im digitalen Zeitalter, Empfehlungen zur fachgerechten Bewahrung von Historischen Gärten im Klimawandel  und die Erforschung von Rahmenbedingungen zur Verwirklichung internationaler Gerechtigkeit und institutioneller Verantwortung . Besondere öffentliche Aufmerksamkeit haben der Gentechnologiebericht  und die Beobachtungen zur Exzellenzinitiative  erfahren. Eine Vielzahl von Drittmittelprojekten ergänzt die Akademienvorhaben und interdisziplinären Arbeitsgruppen. Durch sie werden neue Forschungsthemen erschlossen. Insbesondere werden Methoden der Digital Humanities entwickelt und für die Akademieforschung verfügbar gemacht.


Die Akademie nimmt Aufgaben der Gesellschaftsberatung wahr.
Mit den als Forschungsberichte, Memoranden und Empfehlungen vorgelegten Ergebnissen und deren öffentlicher Diskussion leistet die Akademie einen aktiven Beitrag zur Politik- und Gesellschaftsberatung. Im Kontext der Initiativen der Nationalakademie ist sie an zahlreichen Empfehlungen (z. B. zur Gentechnik und zur Energieforschung) beteiligt.


Die Akademie fördert den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.
Mit vielfältigen Veranstaltungsformen wendet sich die BBAW an eine breite Öffentlichkeit. Ihre Aktivitäten richten sich an interessierte Laien, Spezialisten, Politiker und – mit ihrer Initiative Akademie und Schule  – auch an die junge Generation. Mit einem auf zwei Jahre ausgerichteten Jahresthema – jeweils mit aktuellem gesellschaftlichem, politischem und wissenschaftlichem Bezug – bindet die Akademie Wissenschafts- und Kultureinrichtungen Berlins in die Programmgestaltung ihrer Öffentlichkeitsarbeit ein. Auf elektronischen Wegen und durch den Versand  von vierteljährlich erscheinenden Flyern wird die Öffentlichkeit auf diese Aktivitäten aufmerksam gemacht. Den Jahreshöhepunkt bildet der Salon Sophie Charlotte (jeweils am 3. Samstag im Januar von 18:00 bis 24:00 Uhr), an dem ein buntes und hochkarätiges Wissenschafts- und Kulturprogramm rund 3.000 Besucher anlockt.

Kontakt
Dr. Karin Elisabeth Becker
Leiterin des Präsidialbüros
Präsidialbüro
Tel.: +49 (0)30 20370 241
becker(at)bbaw.de 
Jägerstraße 22/23
10117 Berlin
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