Preis der Akademie - gestiftet von der Commerzbank-Stiftung 2011

Den Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

– gestiftet von der Commerzbank-Stiftung – erhält


Professor Dr. Armin Falk.


Armin Falk, 1968 in Bergisch Gladbach geboren, ist einer der erfolgreichsten deutschen Wirtschaftswissenschaftler. Er hat in Köln Ökonomie, Philosophie und Geschichte studiert und war anschließend zunächst als Doktorand, dann als Assistent Professor an der Universität Zürich. Er wurde bereits früh von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. In Zürich wurde ihm 1999 der PhD in Ökonomie verliehen, 2003 habilitierte er sich ebenda. Derzeit ist er Professor an der Universität Bonn (seit 2003) und Direktor des Laboratoriums für Experimentelle Wirtschaftsforschung (seit 2004) sowie am Center for Economics and Neuroscience, Bonn. Er ist Programmdirektor des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), Fellow des Center for Economic Policy Research (CEPR) und des Institute for Economic Research (CESifo), Forschungsprofessor am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und auswärtiges wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für „Research on Collective Goods“. Er trägt regelmäßig an den weltweit führenden Universitäten wie Harvard, Princeton, Stanford und Chicago vor und ist Member of the Council of the European Economic Association (EEA), der wichtigsten europäischen Ökonomenvereinigung.


Armin Falk verfolgt im Unterschied zum standardökonomischen Modell einen verhaltensökonomischen Ansatz, bei dem es um die psychologische Fundierung ökonomischen Verhaltens geht. So postuliert er zum Beispiel Arbeitsbeziehungen als soziale Beziehungen und leitet hieraus die Bedeutung sozialer Präferenzen und Normen für das Verständnis der Funktionsweise von Arbeitsmärkten ab. Er untersucht die Interaktion psychologischer Fakten mit ökonomischen Anreizen und zeigt, dass Kontrolle schlechter sein kann als Vertrauen. Er weist nach, dass neben Eigennutz soziale Vergleiche und Gerechtigkeitsnormen eine wichtige Determinante menschlichen Verhaltens sind und dass Menschen Fairness belohnen. Seine Ergebnisse sind für die ökonomische Grundlagenforschung ebenso wie für die Praxis von großer Bedeutung. Sie zielen auf die Verbesserung der Erklärungskraft des ökonomischen Modells und ermöglichen somit eine empirisch fundierte Wirtschaftspolitik. Herausragende Preise, darunter der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG, der Gossen-Preis, ein Starting Grant des Europäischen Forschungsrats sowie in diesem Jahr der Yrjö Jahnsson Preis, der als eine der wichtigsten Auszeichnungen für Ökonomen im europäischen Raum gilt, belegen seine hohe Leistungsfähigkeit und seine Anerkennung in der internationalen Fachwelt.

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