Unterscheidungskunst. Marion Poschmann im Wortwechsel mit Yvonne Pauly

Die Schriftstellerin Marion Poschmann ist eine der präzisesten Naturbetrachterinnen unserer Zeit. In ihren bisher fünf Gedichtbänden thematisiert sie insbesondere die an die Zivilisation grenzende beschädigte und vernachlässigte Natur. Poschmann nähert sich solchen Naturphänomenen in sensiblen und eindrücklichen Sprachbildern. Dafür hat sie unter anderem den Deutschen Preis für Nature Writing erhalten und jüngst den Lyrik-Preis „Orphil“ der Stadt Wiesbaden.

Die Literaturwissenschaftlerin und Koordinatorin des Schülerlabors Geisteswissenschaften der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften Yvonne Pauly erkundet Poschmanns Lyrik mit dem Konzept der „poetischen Taxonomie“, das auf eine Poetik-Vorlesung der Autorin zurückgeht: Was erkennen wir, wenn wir uns den Texten mit einem „morphologischen“ Blick nähern? Nach welchen Kriterien kann man die Gedichte unterscheiden? Was passiert, wenn man sie anders und neu ordnet?

Marion Poschmann und Yvonne Pauly begeben sich gemeinsam auf die Suche nach Antworten. Herauskommen wird dabei ein Experiment, ein illustrierter Audio-Wortwechsel: Lesungen aus Gedichten und Essays wechseln sich mit Wortbeiträgen der Gesprächspartnerinnen ab, begleitet von Fotografien „taxonomischer“ Arrangements zu den Gedichten.

Eine Kooperation des Jahresthemas 2019I20 „Naturgemälde“  der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und des Literaturhauses Berlin e.V .

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