Übersicht
Nach einem Stich von (Pseudo-)Albertus Magnus, Philosophia naturalis, Basel (Michael Furter) 1506 (Wellcome Library, London)

Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Funktionen des Bewusstseins“ untersuchte das Phänomen „Bewusstsein“ aus verschiedenen Perspektiven.

In der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Funktionen des Bewusstseins“ waren zehn Forscherinnen und Forscher dem Rätsel des phänomenalen Erlebens auf der Spur: Was ist Bewusstsein? Wie funktioniert es? Welche Rolle spielt das bewusste Erleben, wenn Menschen handeln, miteinander interagieren und sich in der Welt orientieren? Wie hängt Bewusstsein mit den biologischen Grundlagen unserer Lebensform – mit unserem Körper, mit unserem Gehirn – zusammen?
 

Die Forscherinnen und Forscher gingen in ihren Arbeiten von der Überzeugung aus, dass die Wirklichkeit, in der Subjekte eine phänomenale Perspektive haben, keine grundsätzlich andere ist als die, in der physische Objekte aufeinander wirken und Lebewesen mit ihrer Umwelt interagieren. Das Bewusstsein kann also weder reduktionistisch auf das Gehirn alleine zurückgeführt werden, noch stellt es in dualistischer Weise einen eigenständigen Seinsbereich dar. Vielmehr hat das phänomenale Bewusstsein natürliche Funktionen, die bei der Interaktion des lebendigen Organismus mit seiner Umwelt deutlich hervortreten.

Die Forscherinnen und Forscher des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojektes entwickelten ihre Argumente aus den unterschiedlichen Perspektiven der Experimentalpsychologie, Kunstgeschichte, Psychiatrie, Linguistik sowie verschiedener Richtungen philosophischen Denkens, legten aber gemeinsame theoretische Annahmen zu Grunde. Damit erarbeiteten sie ein facettenreiches Gesamtbild der Funktionalität des bewussten Erlebens.

 

Laufzeit: 2006-2010

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