Der Nil in Aswân. Inschriften und Heiligtümer

Erman-Vorlesung 2018

06. November 2018

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Das Gebiet des 1. Katarakts mit seinen durch Granitschwellen bedingten Stromschnellen und seinem Verwaltungszentrum Elephantine war für die jährliche Kalkulation der Nilflut wie auch für die religiöse Konzeptualisierung des lebenspendenden Flusses bedeutsam. Prof. Stephan Seidlmayer ist einer der besten Kenner der antiken Topographie und Epigraphik dieser Region. Er arbeitet seit langem über die Geschichte des Nils in all ihren Facetten.

Der Nil in Aswân. Inschriften und Heiligtümer
Der Nil in Aswân. Inschriften und Heiligtümer

 

Ägypten ist das Land des Nils. Bei Aswân durchbricht der Fluss eine Felsbarriere aus Granit und bildet die Stromschnellen des Ersten Katarakts. Hier tritt der Nil in das Siedlungsgebiet Ägyptens ein. Sein jährlicher Flutzyklus – rund acht Meter betrug die Differenz zwischen Niedrig- und Hochwasser – hatte enorme praktische Auswirkungen auf Verkehr und Transport in dieser Grenz- und Steinbruchregion, vor allem aber für die Wirtschaft des ganzen Landes. Das Alte Ägypten lokalisierte die Quellen der Nilflut in der spektakulären Felslandschaft des Ersten Katarakts, und in den Nilometern im Gebiet von Aswân wurde der Verlauf des lebensentscheidenen Naturphänomens seit ältester Zeit präzise beobachtet und vermessen. Die Ursachen der Nilflut dachte das Alte Ägypten in religiösen Kategorien. In den Riten und Mythen um die Gottheiten in den Tempeln der Region wurden Theorien der sakralen Kontrolle der Flut formuliert. Den Nil technisch zu kontrollieren, blieb der Neuzeit vorbehalten. Die großen Staudämme bei Aswân stehen für dieses (momentan) letzte Kapitel in der Geschichte des Stroms. Daher eignet sich der Nil als Leitmotiv, Landschaft, Denkmäler, Bilder und Inschriften der Region von Aswân seit ältester Zeit und bis in die Gegenwart zu betrachten.

 

 

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 30.10. unter diesem Link 

 

 

Begrüßung
Ingelore Hafemann
BBAW

 

Vorstellung der aktuellen Projektarbeit

Jakob Höper

Simon Schweitzer

BBAW

 

Vorstellung des Festredners
Tonio Sebastian Richter
Akademiemitglied
Freie Universität Berlin

 

Festvortrag
Stephan J. Seidlmayer
Akademiemitglied
Erster Direktor des DAI Abtg. Kairo

 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.

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