Die Klassizität des Urbanen. Resümee, Kritik und Fortgang des Akademienvorhabens "Berliner Klassik. Eine Großstadtkultur um 1800"

Öffentliche Tagung

14. - 16. März 2013

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Das Akademienvorhaben „Berliner Klassik. Eine Großstadtkultur um 1800“ befasste sich zwölf Jahre lang mit der Rekonstruktion einer urbanen Kulturblüte. Hauptgegenstand der Forschungsarbeit waren dabei nicht die bekannten großen Einzelfiguren und Einzelleistungen, sondern die soziokulturellen Rahmenbedingungen (Institutionen, Milieus, Kontroversen), aus denen heraus sich deren Besonderheit versteht. Mit der Tagung wollen wir die Vielfalt der geleisteten Quellen- und Konzeptarbeit festhalten und der öffentlichen Diskussion zuführen.

Die Klassizität des Urbanen. Resümee, Kritik und Fortgang des Akademienvorhabens "Berliner Klassik. Eine Großstadtkultur um 1800"
Die Klassizität des Urbanen. Resümee, Kritik und Fortgang des Akademienvorhabens "Berliner Klassik. Eine Großstadtkultur um 1800"

Das Akademienvorhaben „Berliner Klassik. Eine Großstadtkultur um 1800“ befasste sich zwölf Jahre lang mit der Rekonstruktion einer urbanen Kulturblüte, die von der Forschung beharrlich ausgeblendet wurde, obwohl sie nach Bedeutung und aktueller Wirkung eigentlich nur mit dem Ereignis Weimar-Jena vergleichbar ist. Hauptgegenstand der Forschungsarbeit waren dabei nicht die bekannten großen Einzelfiguren und Einzelleistungen, sondern die soziokulturellen Rahmenbedingungen (Institutionen, Milieus, Kontroversen), aus denen heraus sich deren Besonderheit versteht. Mit der Tagung wollen wir die Vielfalt der geleisteten Quellen- und Konzeptarbeit festhalten und der öffentlichen Diskussion zuführen.

 

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Veranstalter:

 

PD Dr. phil. habil. Cord-Friedrich Berghahn
Institut für Germanistik
Bienroder Weg 80, 38106 Braunschweig


Prof. Dr. phil. Conrad Wiedemann
Institut für Literaturwissenschaft
Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin

 

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Preußische Seehandlung.

09.00 Uhr

Isaac Azulay alias Joseph Leonini (1769 – 1840): Ein italienischer Sprachmeister in Berlin

Ute Tintemann
Wissenschaftliche Referentin für die interdisziplinären

Arbeitsgruppen und Initiativen der Berlin-Brandenburgischen

Akademie der Wissenschaften


09.45 Uhr

Der fremde Mund. Über Individualität und Alterität bei Wilhelm von Humboldt

Jürgen Trabant
Professor für Romanistische Philologie, Freie Universität Berlin

Akademiemitglied
 

10.30 Uhr Pause

 

10.45 Uhr

Wilhelm von Humboldt und Friedrich Ludwig Jahn

Felix Saure
Literaturwissenschaftler, Hamburg
 

11.30 Uhr

Konstruktionen der Klassik. Schwierigkeiten im Umgang mit einem musikhistorischen Problem

Laurenz Lütteken
Institutsvorstand, Musikwissenschaftliches Institut
 

12.15 Uhr

Abschlusspanel

Moderation: Günter Oesterle

 

09.00 Uhr

"... dass die gesunde Vernunft immer mehr und mehr auf den Thron aller menschlichen Angelegenheiten erhoben werde". Die 'Gesellschaft von Freunden der Aufklärung' (Geheime Berliner Mittwochsgesellschaft) 1783-1798

Walther Gose
Emeritierter Bibliothekar, Trier

09.45 Uhr

"Wissenschaft von heute" Gegenwartsreflexion und Zeitgeschichtsschreibung in Berlin um 1800

Iwan Michelangelo D'Aprile
Lehrstuhlinhaber, Historisches Institut Universität Potsdam
 

10.30 Uhr Pause

10.45 Uhr

Popularität – Urbanität – Freiheit: Kunst der Prosa in Berlin um 1800

Günter Oesterle
Emeritierter Professor, Institut für Germanistik, Justus-Liebig-Universität Gießen

11.30 Uhr

"Der Hauptzweck einer Akademie der Wissenschaften muss dieser sein, Unternehmungen zu machen und Arbeiten zu liefern, welche kein Einzelner leisten kann" – August Boeckh als Projekt

Anne Baillot
Leiterin der Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe "Berliner Intellektuelle 1800-1830", Institut für deutsche Literatur, Humboldt-Universität zu Berlin

 

12.15 Uhr Pause

 

14.00 Uhr

Karl Philipp Moritz' zirkumpolare Wirkung in Berlin

Cord-Friedrich  Berghahn

Privatdozent, Fachbereich Germanistik, Technische Universität Braunschweig


14.45 Uhr

Zur Architekturästhetik von Karl Philipp Moritz und ihren Folgen für einen klassisch gewordenen Epochenbegriff

Hans-Georg von Arburg
Professor, Faculté des lettres, Section d'allemand, Université de Lausanne
 

15.30 Pause

 

15.45 Uhr

Die Stadt als Schwall. Karl Philipp Moritz als Zeitungsschreiber

Christoph Wingertszahn
Direktor, Goethe-Museum Düsseldorf


16:30 Uhr

Ein Neuerer der Innendekoration: Louis Catel, Architekt, Berlin, Weimar

Matthias Hahn
Kunsthistoriker, Berlin
Ein Neuerer der Innendekoration: Louis Catel, Architekt, Berlin, Weimar


17.15 Uhr

Gießen oder Berlin. Ortsnamen aus der Sicht eines Berliner Spätromantikers

Harald Tausch
Privatdozent, Fachbereich Germanistik, Justus-Liebig-Universität Gießen

14.00 Uhr

Begrüßung

Günter Stock
Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

 

14.10 Uhr

Einleitung

Cord Berghahn
Akademischer Rat, Germanistisches Institut der TU Braunschweig
Präsident der Lessing-Akademie

14.25 Uhr

"Berliner Klassik" als kulturgeographisches Problem. Zu Absicht und Gang eines abgebrochenen Forschungsprojekts

Conrad Wiedemann
Emeritierter Professor für neuere deutsche Philologie

Akademiemitglied
 

15.30 Uhr Pause

15.45 Uhr

Das Berliner Nationaltheater – Bühne des klassischen Berlin

Klaus Gerlach
Wissenschaftlicher Mitarbeiter „Berliner Klassik“

16.30 Uhr

Die Berliner Vereine als Laboratorien einer großstädtischen Gesellschaft

Uta Motschmann
Wissenschaftliche Mitarbeiterin „Berliner Klassik“


17.15 Uhr

Berliner Klassizismus und die Berliner Akademie der Künste

Claudia Sedlarz
Arbeitsstellenleiterin „Berliner Klassik“

18.00 Uhr Pause


20.00 Uhr

Die klassizistische Karikatur. Zu Gottfried Schadows Zeichnungen
Werner Busch
Emeritierter Professor für Kunstgeschichte, Freie Universität Berlin

Akademiemitglied
 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung bei Christopher Drum (bk-stud@bbaw.de) ist erwünscht.

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