Eigenes Leben? Der menschliche Lebenslauf in Geschichte und Gegenwart

Geisteswerkstatt 2011

29. August - 02. September 2011

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Jägerstrasse 22/23, 10117 Berlin

Wie gestaltete sich das Leben eines Menschen in der Antike oder im 18. Jahrhundert? Wann und unter welchen Bedingungen hat sich der moderne „Standardlebenslauf", unterteilt in Jugend, Erwerbszeit und Ruhestand, herausgebildet? Welche politischen Reformen sind nötig, um die Vereinbarkeit von Familien- und Arbeitsbiographie zu fördern? Fragen wie diesen können Jugendliche der Oberstufe in der GeistesWERKstatt nachgehen, die mit Förderung der Robert Bosch Stiftung in diesem Jahr zum dritten Mal stattfindet. Schulische Kooperationspartner des Projekts sind elf Berliner Gymnasien.

Eigenes Leben? Der menschliche Lebenslauf in Geschichte und Gegenwart
Eigenes Leben? Der menschliche Lebenslauf in Geschichte und Gegenwart

„Generation Lebenslauf“ wird die Altersgruppe der heute 18-25-Jährigen gerne genannt. In der medialen Darstellung erscheinen die Jugendlichen als nüchterne Strategen, die der Verfolgung ihrer Karriere jeden privaten Wunsch opfern. Beschworen wird in scharfem Kontrast dazu eine Vergangenheit, in der die Jugend noch nicht entfremdet, sondern eine Lebensphase des Sich-Erprobens, biographischer Neben- und Umwege
gewesen sei.


Mit Blick auf die Zielgruppe, Schülerinnen und Schüler im Übergang von der Schule zur Universität, möchte die GeistesWERKstatt nach der Stichhaltigkeit dieser Charakterisierungen fragen und der resignierten Klage die Analyse zur Seite stellen. Eingeladen wurden daher auch in diesem Jahr wieder Vertreter der verschiedensten Disziplinen (u. a. Literaturwissenschaft, Soziologie, Politologie, Klassische Philologie, Geschichts- und Rechtswissenschaft), das Problem jeweils aus der Sicht ihres Faches zu beleuchten:


Wie war es tatsächlich um das verklärte „Früher“ bestellt, wie gestaltete sich das Leben eines Heranwachsenden in der Antike, im 18. oder im 19. Jahrhundert? Wann und unter welchen Bedingungen bildete sich der moderne „Standardlebenslauf“, unterteilt in Jugend, Erwerbszeit und Ruhestand, heraus? Inwieweit boten und bieten sich innerhalb des reglementierten Rahmens Möglichkeiten des schöpferischen Umgangs mit der eigenen Lebenserzählung? Und im Interesse der künftigen Gestaltung unserer Lebensläufe: Welche politischen Reformen sind nötig, um etwa die Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsbiographie
zu fördern?

 

Im Zentrum der GeistesWERKstatt steht eine einwöchige Sommerakademie mit zwölf Workshops, die von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Akademie sowie externen Dozenten geleitet werden. Schulische Kooperationspartner des Projekts sind elf Berliner Gymnasien.

 

Programm (PDF, 319KB) 

Geschlossene Veranstaltung.

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