MINTeressiert? Zur Attraktivität von Technik und Naturwissenschaften in Europa

Öffentliche Abendveranstaltung

31. Januar 2012

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Das Interesse von Jugendlichen an den MINT (Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften)-Berufen ist überall in Europa stark gesunken. Dies führt zu Fachkräftemangel, der sich durch das Ausscheiden von älteren Ingenieuren perspektivisch noch gravierender auswirken wird. Wie man das Interesse und die Motivation von Jugendlichen an MINT-Ausbildungswegen und an entsprechenden Berufskarrieren erhöhen kann, hat die IAG "Zur Zukunft technischer und naturwissenschaftlicher Bildung in Europa" herausgearbeitet. Ihre Ergebnisse stellt sie im Rahmen dieser Veranstaltung vor.

MINTeressiert? Zur Attraktivität von Technik und Naturwissenschaften in Europa
MINTeressiert? Zur Attraktivität von Technik und Naturwissenschaften in Europa

Die technisch-naturwissenschaftliche Bildungslandschaft in Europa ist überall von ähnlichen strukturellen Problemlagen geplagt: eine geringe Attraktivität technischer und naturwissenschaftlicher Bildungsangebote; nachlassendes Interesse der Jugendlichen an den MINT (Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften)-Berufen bis hin zum Fachkräftemangel, vor allem in den klassischen Ingenieurwissenschaften, sowie ein hoher Anteil älterer Ingenieure in der Erwerbsstruktur, die demnächst ersetzt werden müssen.

 

Daher ist ein wichtiges Ziel der MINT-Bildung, das Interesse und die Motivation von Jugendlichen an MINT-Ausbildungswegen und an entsprechenden Berufskarrieren zu erhöhen. Ein weiteres zentrales Ziel sollte es sein, junge Menschen mit ihrer Umgebung und den laufenden Wandlungsprozessen in ihrer Umwelt vertraut zu machen. Unsere Kultur ist maßgeblich durch das Wissen über grundlegende Erkenntnisse der Natur- und Technikwissenschaften und durch die Erfahrung von Gestaltungsvorgängen mittels Technik geprägt. Deshalb sollte jungen Menschen ein basales Verständnis der Naturwissenschaften sowie eine grundlegende Einsicht in die Funktion und kulturelle Bedingtheit von Technik vermittelt werden, weil hierin auch der Schlüssel für die Entwicklung einer prinzipiellen Offenheit gegenüber den wissenschaftlichen und technischen Neuerungen liegt.

 

Was in Deutschland und Europa getan wird, um diese Ziele zu realisieren, und wie man sie noch besser erreichen kann, waren Themen der interdisziplinären Arbeitsgruppe (IAG) der Berlin-Brandenburgischen der Wissenschaften:

ZUR ZUKUNFT TECHNISCHER UND NATURWISSENSCHAFTLICHER BILDUNG IN EUROPA.
 

Vorgestellt werden die wichtigsten Ergebnisse der IAG unddie Implikationen für die Bildungspolitik in Deutschland.

 

18.30 Uhr

Begrüßung
Christoph Markschies
Vizepräsident der Akademie
 

18.45 Uhr

Diagnose und Empfehlungen zur technikwissenschaftlichen Bildung in Deutschland
Ortwin Renn
Universität Stuttgart
Sprecher der IAG und Akademiemitglied


19.15 Uhr

Innovations in Science Education – International Perspectives
Marc de Vries
Universität Delft


19.45 Uhr

Podiumsdiskussion
Moderation: Uwe Pfenning
Universität Stuttgart / Koordinator der IAG

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter iag-stud@bbaw.de wird gebeten.

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