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Gemälde von Johann Gottlieb (oder Heinrich) Becker (1768), bpk/ Lutz Braun

Silhouette nach einer Zeichnung von Johann Gottlieb Puttrich (1798), Werner Stark

Die Vervollständigung der Gesamtausgabe des Königsberger Philosophen

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„Critik der reinen Vernunft“, 1781, Kant-Arbeitsstelle

Wilhelm Dilthey motivierte 1894 die Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften zur Ausgabe von „Kant’s gesammelten Schriften“, die seit 1900 in den Abteilungen Werke, Briefwechsel, Handschriftlicher Nachlass und Vorlesungen erscheint. Die Kant-Arbeitsstelle in Potsdam führte die internationale Referenzausgabe mit drei Arbeitsbereichen auf dem inzwischen erreichten Niveau von Editionswissenschaft und Forschung weiter:


Die „Critik der reinen Vernunft“, „Critik der practischen Vernunft“ und „Critik der Urtheilskraft“ werden neu herausgegeben. Die Edition wird den gestiegenen Ansprüchen historisch-kritischer Ausgaben folgen sowie Fehler und Versäumnisse der vorliegenden Bände III–V beheben. Die Auflagen der „Critik der reinen Vernunft“ von 1781 und 1787 werden parallel angeordnet und die Veränderungen unmittelbar im Druckbild sichtbar gemacht.

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„Opus postumum“, Ms. germ. fol. 1702, Conv. I, S. 37, SBBPK

Im Rahmen der Neuedition des als „Opus postumum“ bekannt gewordenen Nachlasswerkes, von Kant selbst als „sein Hauptwerk, ein chef d’œuvre“ bezeichnet, wurden erstmalig eine durchgehende formale Beschreibung und Charakterisierung des Manuskriptes erstellt. Ausgehend von der Arbeitsweise Kants wurde die Handschrift in einer genetischen Strukturanalyse erschlossen und die chronologische Abfolge des Schreibprozesses rekonstruiert. Eine elektronische Publikation präsentiert die neue Transkription in seiten- und abschnittsweiser Verbindung mit den digitalisierten Faksimiles des Manuskriptes im Internet.

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Ausschnitt nach einem Bildnis von Immanuel Kant. Döppler auch Döbler, Ölportrait (Halbfigur sitzend, 1791); vor 1945 im Besitz der Totenkopfloge Königsberg.Bildquelle: Werner Stark.

Die erstmalige und vollständige Veröffentlichung der Zeugnisse nach und zur Vorlesung über „Physische Geographie“ war Gegenstand der Arbeiten. Die Manuskripte wurden zeilengetreu als Text in einfacher HTML-Codierung transkribiert und mittels separater Datenbanken historisch erschlossen. Ziel dieses Vorhabens war sowohl eine historisch-kritische Buchedition als auch eine Dokumentation im Internet. Diese erstreckt sich, weniger aufwendig, auch auf gedruckte Überlieferungen und deutschsprachige Editionen.

Laufzeitende des Vorhabens: 31.12.2010

Kontakt
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Leiter
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