Übersicht
Die Alte Nationalgalerie erbaut nach einem Entwurf von Friedrich August Stüler als Beispiel für die Museumspolitik des preußischen Staates

„Preußen als Kulturstaat“ untersucht das Verhältnis von Staatsbildung, Kultur und Zivilgesellschaft im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Preußens Leistungen seit dem frühen 19. Jahrhundert für Bildung und Wissenschaft, für Kunst, Kultur und Medizin stehen in enger Wechselbeziehung mit seiner inneren Staatsbildung sowie zur Entwicklung der Zivilgesellschaft. Ob mit Volksschule, Universität oder außeruniversitärer Forschung, seinen Museen oder seiner Kunstförderung – Preußen wirkte durch die Initiativen des Staates, durch die aus der Gesellschaft erwachsenen Impulse sowie durch ein vielfältiges bürgerliches und monarchisches Mäzenatentum modellbildend in seiner Zeit und prägend auf unser kulturelles Erbe.

Das preußische Kultusministerium nahm dabei eine Schlüsselposition ein, hinzu traten weitere Träger staatlicher und gesellschaftlicher Reformvorstellungen, die nicht selten in privaten wie dienstlichen Netzwerken eine wirkungsvolle kulturpolitische Interessenkoordination erzielten. 

Das Vorhaben „Preußen als Kulturstaat“ untersucht anhand archivalischer Überlieferungen, wie der Staat das Arbeitsfeld „Kultur“ besetzte, sich zwischen Königsberg und Aachen kulturstaatlich betätigte und zugleich Freiräume für zivilgesellschaftliche Aktivitäten beließ. Es erschließt handschriftliche Quellen und stellt diese der Forschung in thematischen Volltexteditionen sowie monographischen Darstellungen zur Verfügung.

Das Akademienvorhaben ist Teil des „Zentrums Preußen – Berlin" der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

 

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Kontakt
Dr. Johannes Thomassen
Leiter
Referat Akademievorhaben
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