Rahel Varnhagen und die Berliner Salon- und Briefkultur um 1800

Tagung

17. Februar 2010

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM)

Die Veranstaltung widmet sich der Lebenswelt und dem Werk der – laut Carola Stern – „ersten jüdischen Schriftstellerin in Deutschland“ (1771-1833) und möchte sowohl fachwissenschaftliche wie fachdidaktische Anregungen bieten. Eine Führung zu den Orten jüdischen Lebens in der Nachbarschaft der Akademie sowie ein Workshop-Programm, das Möglichkeiten der curricularen Anknüpfung von Rahel-Themen im Literaturunterricht der Oberstufe vorstellt, wenden sich insbesondere an Lehrerinnen und Lehrer des Faches Deutsch und sind anmeldepflichtig; diese Teile der Veranstaltung sind bereits ausgebucht. Eine szenische Lesung zur Berliner Geselligkeit um 1800 und eine Filmpräsentation am Abend sind wie die wissenschaftlichen Vorträge am Vormittag auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich.

09.00 Uhr
Begrüßung
Prof. Dr.-Ing. Klaus Lucas
Vizepräsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Einführung
Dr. Gisela Beste
Stellvertretende Leiterin des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg

Vorträge mit anschließender Diskussion

09.30 Uhr
„Ich bin so einzig, als die größte Erscheinung dieser Erde!“ Rahel Levin Varnhagen und die jüdische Emanzipation
Prof. Dr. Conrad Wiedemann
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

10.15 Uhr
Reflektierte Geselligkeit. Berliner Salonkultur im europäischen Kontext
Dr. Petra Wilhelmy-Dollinger
Ludwig-Maximilians-Universität München

11.00 Uhr
Kaffeepause

11.30 Uhr
Das „geistige“ Berlin um 1800. Biographische Porträts
Dr. Uta Motschmann / Dr. Claudia Sedlarz
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

12.15 Uhr
Führung
Die Berliner Jägerstraße als historischer Ort zwischen Kultur, Geselligkeit und Kommerz
Gabriele Schiffner / Dr. Ernst Siebel
Geschichtsforum Jägerstrasse e.V.

13.15 Uhr
Mittagspause

14.00 Uhr
Parallele Workshops:

Erinnerungskultur und Salonpraxis: Zur Materialität der Geselligkeit im 19. Jahrhundert
Dr. Nikolaus Gatter
Varnhagen Gesellschaft Köln

„Schicken Sie mir einen langen, aus tiefstem Herzen, ganz nachlässig.“ (Rahel an Heinrich Heine, 21.09.1830). Briefkultur um 1800 und ihre curriculare Vernetzung im Deutschunterricht der SEK II
Dr. Heike Klapdor
Berlin-Kolleg

Blaustrümpfe und Bürgerrechte. Literarische Salons um 1800 als Ort der Emanzipation?
Hannah Lotte Lund
Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam

15.30 Uhr
Kaffeepause

16.00 Uhr
Plenum
Rahel Varnhagen im Deutschunterricht der Oberstufe
Moderation:
Dr. Yvonne Pauly
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

17.00 Uhr
Lesung
Ein Abend im Salon. Berliner Erinnerungen und Gespräche um 1800
Studierende des 1. Jahrgangs Schauspiel, Fakultät Darstellende Kunst, unter der Leitung von Prof. Karl-Ludwig Otto
Universität der Künste Berlin

18.00 Uhr
Präsentation
Rahel- eine preußische Affaire (2009)
Ein Film von Gabriele Conrad und Catharina Deus

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM).

Die Tagung wird gefördert im Leo Baeck Programm der Freunde und Förderer des Leo Baeck Instituts e.V., der Stiftung „Erinnerungen, Verantwortung und Zukunft“ und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

Weiterführende Links:
Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg 
Leo Baeck Programm 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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