Universelle Menschenrechte - Partikulare Moral

Öffentlicher Workshop

11. Juni 2010

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal, Jägerstrasse 22/23, 10117 Berlin

Ist der universelle Anspruch der Menschenrechte gerechtfertigt oder ist die Vielfalt moralischer Vorstellungen eine berechtigte Vielfalt? Diesen Fragen geht der öffentliche Workshop nach.

Universelle Menschenrechte - Partikulare Moral
Universelle Menschenrechte - Partikulare Moral

Dem universellen Anspruch der Menschenrechte steht die tatsächlich beobachtbare historisch-kulturelle Vielfalt partikularer moralischer Vorstellungen in der Welt gegenüber. Aus normativer Perspektive scheint es nur zwei Möglichkeiten zu geben: Entweder lässt sich der universelle Anspruch der Menschenrechte letztlich nicht begründen, weil die Vielfalt moralischer Vorstellungen eine berechtigte Vielfalt ist. Oder es muss angenommen werden, dass die Vielfalt moralischer Vorstellungen ein Anzeichen für die Verbreitung moralischen Irrtums ist: Wer dem berechtigten Anspruch der Menschenrechte nicht gerecht wird, liegt, moralisch betrachtet, schlicht falsch. Die Hypothese des Workshops ist, dass beide Optionen gleichermaßen unbefriedigend sind. Daraus erwächst die Aufgabe, eine Mittelposition zu formulieren, die sowohl dem universellen Anspruch der Menschenrechte als auch der Vielfalt moralischer Vorstellungen gerecht wird.

 

10.00 Uhr

Begrüßung und Einführung

Gerhard Ernst

Stuttgart

 

Jan-Christoph Heilinger

Berlin

 

10.15 Uhr

Die Entstehung der Menschen- und Bürgerrechte – protestantische Genealogien und historische Soziologie

Matthias Koenig

Göttingen

 

11.15 Uhr

Menschenrechte und Konstitution. Über eine Grundbedingung der Politik

Volker Gerhardt

Berlin

 

12.15 Uhr

Von der Universalisierung und Partikularisierung von Normen. Sozialanthropologische Überlegungen zu Normgeltung als sozialem Prozess

Julia Eckert

Bern


13.00 Uhr

Mittagspause

 

14.15 Uhr

Universale Menschenrechte – partikulare Moral. Eine protestantische Sicht

Friedrich Lohmann

Berlin

 

15.15 Uhr

Welcher Begründung bedürfen die Menschenrechte, um universal zu sein?

Julian Nida-Rümelin

München

 

16.15 Uhr

Universelle Menschenrechte und moralische Vielfalt

Gerhard Ernst

Stuttgart

 

17.00 Uhr

Schlusswort

 


Neuerscheinung:
Gerhard Ernst/ Stephan Sellmaier (Hg.): Universelle Menschenrechte und partikulare Moral, Stuttgart: Kohlhammer, 2010.

 

Die Tagung wird gefördert durch die Udo Keller Stiftung.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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