Wie funktioniert Innovation? Innovationsentwicklung in Deutschland

Öffentliche Abendveranstaltung

07. Mai 2012

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Innovation ist in keinem Bereich so relevant wie in der Wissenschaft. Aber wo und wie findet Innovation statt? Welche Rahmenbedingungen gibt es dafür? Wie dringen Innovationen in unser tägliches Leben ein und verändern dies im Positiven oder im Negativen? Fragen im Spannungsfeld zwischen akademischer Forschungsleistung und Anwendungsforschung, zwischen Forscherfreiheit und ökonomischer Notwendigkeit sind Thema dieser Veranstaltung zur Innovationsentwicklung in Deutschland mit Jürgen Mittelstraß und Harald zur Hausen. Eine Kooperationsveranstaltung von Berlin-Brandenburgischer Akademie der Wissenschaften und Schering Stiftung.

Wie funktioniert Innovation? Innovationsentwicklung in Deutschland
Wie funktioniert Innovation? Innovationsentwicklung in Deutschland

Innovation heißt wörtlich „Neuerung“ oder „Erneuerung“. Das „Neue“ ist in vielen gesellschaftlichen Bereichen gefragt, aber in keinem Bereich so relevant wie in der Wissenschaft. Aber wo und wie findet Innovation statt? Welche Rahmenbedingungen gibt es dafür? Wie dringen Innovationen in unser tägliches Leben ein und verändern dies im Positiven oder im Negativen? Neue Begriffe wie Sprung- und Schrittinnovation spielen insbesondere in der Gesundheitsversorgung eine Rolle, hier haben Qualität und Ausmaß einer Neuerung auch Einfluss auf Kosten und Nutzen. Fragen im Spannungsfeld zwischen akademischer Forschungsleistung und Anwendungsforschung, zwischen Forscherfreiheit und ökonomischer Notwendigkeit sind Thema dieser Veranstaltung zur Innovationsentwicklung in Deutschland.

 

Jürgen Mittelstraß, Philosoph und Wissenschaftstheoretiker, einer der treibenden Köpfe der deutschen Hochschulreformdebatte, zeigt auf, in welcher Weise Wissenschaft und Forschung die Basis für Innovation und gesellschaftlichen Fortschritt bilden. Er tut dies im Dialog mit Harald zur Hausen, Virologe und Krebsforscher, dessen grundlegende Entdeckungen zur Entstehung von Krebsarten durch Virusinfektionen völlig neue Perspektiven der Pathogenese, der Prophylaxe und Therapie von Gebärmutterhalskrebs eröffneten und letztlich zur Entwicklung von Impfstoffen führten.
 

Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß ist Direktor des Konstanzer Wissenschaftsforums. Von 1970 bis 2005 war er Ordinarius der Philosophie an der Universität Konstanz. Er war u.a. Mitglied des Wissenschaftsrates von 1984 bis 1990, Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland von 1997 bis 1999 und Präsident der Academia Europea, der Europäischen Akademie der Wissenschaften (mit Sitz in London). Seit 2005 ist er Vorsitzender des Österreichischen Wissenschaftsrates.
 

Prof. Dr. Harald zur Hausen leitete ab 1972 das Institut für Virologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. 1977 wurde er auf den Lehrstuhl für Virologie an die Universität Freiburg berufen. Von 1983 bis 2003 war er Vorsitzender und Wissenschaftliches Mitglied des Stiftungsvorstands des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, das er zu internationaler Wettbewerbsfähigkeit führte. 2008 wurde ihm der Nobelpreis in Medizin für den Nachweis von Papillomviren als Ursache des Gebärmutterhalskrebses verliehen.

Eine Kooperationsveranstaltung von Berlin-Brandenburgischer Akademie der Wissenschaften und Schering Stiftung.

 

PROGRAMM

 

Einführung und Moderation
Günter Stock
Akademiepräsident


Reinhard Kurth

Präsident em. des Robert Koch-Instituts und
Vorsitzender des Stiftungsrats der Schering Stiftung


Kurzvorträge


Jürgen Mittelstraß
Direktor des Konstanzer Wissenschaftsforums
Vorsitzender des Österreichischen Wissenschaftsrates


Harald zur Hausen

Ehem. Vorsitzender des
Deutsches Krebsforschungszentrums (DKFZ)
Medizin-Nobelpreisträger 2008


Anschließend Podiumsgespräch und Empfang

 

 

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 30. April unter petersen@scheringstiftung.de .

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