Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW), vormals Preußische Akademie der Wissenschaften, ist Deutschlands Hauptstadtakademie. Als reformorientierte Arbeitsakademie wurde sie im Zuge der deutschen Einheit neu konstituiert und profiliert sich seit 1993 unter den Bedingungen einer offenen, digitalen und global vernetzten Wissenschaft kontinuierlich weiter. Sie verbindet eine mehr als 325-jährige Tradition mit dem Anspruch, Wissenschaft aktiv zu gestalten und in gesellschaftliche Wirkung zu bringen.
Die Arbeit der BBAW ist am Gemeinwohl orientiert. Sie verbindet unabhängige, exzellente und langfristig angelegte Forschung mit evidenzbasierter Beratung. Sie schafft wissenschaftliche Orientierung in gesellschaftlichen Transformationsprozessen und trägt dazu bei, komplexe Herausforderungen verstehbar und bearbeitbar zu machen.
Dem Ideal Theoria cum praxi ihres Gründers Gottfried Wilhelm Leibniz verpflichtet, versteht sich die BBAW als Laboratorium der Aufklärung. Wissenschaft begreift sie als öffentliche Aufgabe und als Grundlage informierter, verantwortungsvoller Entscheidungen für das Gemeinwesen. Daher fördert sie den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Sie engagiert sich in europäischen und internationalen Zusammenhängen für den wissenschaftlichen Austausch, die grenzüberschreitende Kooperation und die gemeinsame Bearbeitung zentraler Zukunftsfragen.
Entsprechend diesem Selbstverständnis bearbeitet die BBAW zentrale Zukunftsfragen, leistet wissenschaftlich fundierte Beiträge zur Gesellschafts- und Politikberatung und erforscht langfristig das global verflochtene Kulturerbe. Sie nimmt zudem aus eigenem Antrieb immer wieder das Wissenschaftssystem als Ganzes in den Blick. Zugleich kommuniziert sie Wissenschaft in vielfältigen Formaten und stärkt das Verständnis für wissenschaftliche Prozesse in einer offenen, demokratischen Gesellschaft.
Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW), vormals Preußische Akademie der Wissenschaften, ist Deutschlands Hauptstadtakademie. Sie wurde im Zuge der deutschen Wiedervereinigung als reformorientierte Arbeitsakademie neu konstituiert und profiliert sich seit 1993 unter den Bedingungen einer offenen, digital und global vernetzten Wissenschaft kontinuierlich weiter. Damit ist sie eine junge Akademie und steht zugleich in einer mehr als 325-jährigen Tradition. Als Laboratorium der Aufklärung übernimmt sie in der Tradition von Mitgliedern wie Immanuel Kant, Albert Einstein oder Lise Meitner Verantwortung für das Gemeinwohl und fördert mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Sie ist eine der zentralen Einrichtungen für Gesellschafts- und Politikberatung im Land, eine seiner größten geisteswissenschaftlichen Forschungseinrichtungen und ein zentraler Ort des Austauschs zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf Augenhöhe.
Die Arbeit der Akademie verbindet eine am Gemeinwohl orientierte, wirkungsstarke Forschung mit einer Vielfalt von Personen mit unterschiedlichen Perspektiven und aus verschiedenen Disziplinen und ist so dem Ideal Theoria cum praxi ihres Gründers Gottfried Wilhelm Leibniz verpflichtet. Durch herausragende wie hoch engagierte Mitglieder und Mitarbeitende ist sie ein Ort kritischen, langfristigen und innovationsfreudigen Forschens, Verstehens und Vermittelns. Sie wird zugleich durch Tiefenschärfe, methodische Offenheit und Mut zum Experiment geprägt, kombiniert disziplinäre mit inter- und transdisziplinärer Exzellenz sowie erkenntnisgeleitete Forschung mit wirkungsorientiertem wissenschaftlichen Transfer. Sie tritt für Wissenschaftsfreiheit, Integrität der Forschung sowie für Nachhaltigkeit ein und übernimmt gesellschaftliche Verantwortung. Ein klar konturiertes Forschungsprofil, das regelmäßig kritisch überarbeitet wird, orientiert ihre Arbeit.
Die BBAW ist ein aktiver Teil der föderal strukturierten Wissenschaftslandschaft Deutschlands. In enger Zusammenarbeit mit acatech und der Leopoldina, im Verbund mit den Schwesterakademien der Akademienunion sowie in langfristigen Kooperationen mit Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen von Bund und Ländern bearbeitet sie zentrale Themen der langfristigen digitalen Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung des weltweiten, verflochtenen kulturellen Erbes und engagiert sich in der wissenschaftlichen Beratung von Gesellschaft und Politik sowie im Dialog mit der Gesellschaft. Sie unterstützt im Sinne des 1992 zwischen Berlin und Brandenburg abgeschlossenen und zuletzt 2011 revidierten Staatsvertrags die institutionelle Zusammenarbeit der außeruniversitären Forschung mit den Hochschulen beider Länder. Auch international ist sie mit zahlreichen Institutionen vernetzt. Sie schafft dadurch vertrauensbasierte Räume für den Dialog, ermöglicht gemeinsame Forschung und trägt zur internationalen Verständigung bei.
Profil, Struktur, Arbeitsweisen und Engagement der BBAW in der Öffentlichkeit umfassen vier zentrale Dimensionen:
1. Die BBAW ist ein starkes, autonom agierendes Netzwerk von Mitgliedern
Das Netzwerk der Mitglieder bildet den Kern der Akademie. Es besteht aus herausragenden Vertreterinnen und Vertretern aller Fachgebiete, die ihre Expertise in der Akademie interdisziplinär und international verknüpfen. Dieses Netzwerk schafft Freiräume für themenorientierte Forschung jenseits institutioneller oder disziplinärer Grenzen. Es ist bei der Zuwahl, die allein die Exzellenz der Zugewählten als Kriterium hat, und bei der Bestimmung des Arbeitsprogramms autonom. Diese besondere Freiheit und Unabhängigkeit der Akademie sichert die Integrität ihrer Forschung und ermöglicht die Qualität ihrer Leistungen für die Gesellschaft. Solche Freiheit ist ein Alleinstellungsmerkmal im deutschen Wissenschaftssystem. Gemeinsam mit den herausragenden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Forschungsprojekten gestalten die Mitglieder die strategische, organisatorische und inhaltliche Ausrichtung der Akademie. Sie sichern höchste wissenschaft-liche Standards und tragen gemeinsam die Verantwortung für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Insti-tution im Sinne einer Arbeits- und Reformakademie.
Die Förderung herausragender junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist ein integraler Bestandteil des Selbstverständnisses des Mitgliedernetzwerks. Gemeinsam mit der Leopoldina hat sie seit dem Jahr 2000 mit der Jungen Akademie ein weltweit zum Vorbild gewordenes Modell zur Stärkung von Forschenden in frühen Karrierestufen etabliert. Darüber hinaus engagiert sich die BBAW mit der Arab-German Young Academy (AGYA) und dem Young Network TransEurope für die Verbindung exzellenter Forschung und inter-nationaler Verständigung und leistet damit auch Beiträge zur deutschen Science Diplomacy.
2. Die BBAW bearbeitet Zukunftsthemen mit dem Ziel der Gesellschafts- und Politikberatung
In interdisziplinären Arbeitsgruppen und Initiativen, die aus Akademiemitgliedern aller Fachrichtungen sowie weiteren externen Expertinnen und Experten bestehen, behandelt die BBAW Zukunftsthemen einer sich radikal wandelnden Welt. Diese Formate beschäftigen sich mit zentralen Fragen der Gegenwart und Zukunft. Mit ihrer wissenschaftsorientierten Beratung trägt die BBAW zur Bewältigung großer gesellschaftlicher Probleme und Krisen bei. Zu diesem Zweck kommen Forschende unterschiedlicher Disziplinen, Mitglieder sowie externe Expertinnen und Experten mit anderen gesellschaftlichen Akteuren zusammen. Die in Absprache mit anderen Akteuren der Gesellschafts- und Politikberatung wie acatech und Leopoldina gesetzten thematischen Schwerpunkte erlauben es der BBAW, in der Vielstimmigkeit wissenschaftlicher Beratungsangebote ein an den eigenen Stärken und gesellschaftlichen Bedarfen orientiertes Profil weiterzuentwickeln. Die BBAW ist zudem einer der zentralen Orte, die Selbstreflexion der Wissenschaft und die wissenschaftliche Beobachtung des Wissenschaftssystems vorantreibt. Sie nimmt aus eigenem Antrieb immer wieder das Wissenschaftssystem als Ganzes in den Blick.
Die Arbeitsgruppen und Initiativen der BBAW sind im Blick auf Format und Vorgehen flexibel, bei der Präsentation ihrer Ergebnisse an die Zielgruppen policy-orientiert und in der Wissenskommunikation transfer-stark. Sie erarbeiten evidenzbasierte Stellungnahmen, Empfehlungen und Berichte und fördern durch öffentliche Diskussionen und gezielte Kommunikation die Reflexions- und Entscheidungsfähigkeit von Politik, Medien und gesellschaftlichen Gruppen. Ziel ist eine wissensbasierte Beratung für Wissenschaftssystem, Politik und Gesellschaft, die langfristig angelegt ist.
In Zusammenarbeit mit ihren Partnern der Allianz der Wissenschaftsorganisationen engagiert sich die BBAW in der wissenschaftsbasierten Krisenberatung für Bund und Länder.
3. Die BBAW betreibt langfristige Forschung zum global verflochtenen Kulturerbe
Die BBAW versteht sich mit ihrer langfristig angelegten Forschung zum global verflochtenen Kulturerbe als tragende Säule der nationalen wie internationalen geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Erforschung des kulturellen Erbes. Sie wirkt auch als Taktgeberin der methodischen Entwicklung der Editionstechnik, insbesondere auf dem Gebiet der Digital Humanities. Ihre digitalen Editionen antiker, mittelalterlicher und neuzeitlicher Quellen bilden unverzichtbare Grundlagen der internationalen Forschungsdiskussion.
Kern der Arbeit der Akademie als Forschungseinrichtung sind ihre sehr langfristig angelegten Forschungsprojekte. Diese widmen sich der Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung des globalen, verflochtenen Kulturerbes. Die Akademie ediert mit kanonischen Texten, Inschriften sowie Münzen zentrale Quellen der Antike, aber auch folgender Epochen bis in die unmittelbare Gegenwart. Die Lexikographie der deutschen Sprache und von Sprachen weltweit ist ein weiterer, durch Leibniz begonnener und durch die Brüder Grimm fortgeführter Schwerpunkt seit den Anfängen der Akademie. Heute erarbeitet die BBAW Forschungsdaten zu Texten, Objekten, Sprachen und weiteren Wissensbeständen nicht nur nach den augenblicklichen Standards der digitalen Technik, sondern entwickelt diese Editionstechnik im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz gezielt weiter. Sie beteiligt sich am Aufbau und an der Pflege von Repositorien und digitalen Infrastrukturen, stellt offene, interoperable Forschungsdaten bereit und sichert deren langfristige Nachnutzung. Die entsprechenden Projekte werden im Rahmen des weltweit einzigartigen Akademienprogramms von Bund und Ländern sowie durch weitere Drittmittel unterschiedlicher Zuwendungsgeber gefördert, die die Akademie einwirbt, um ihr Forschungsprofil gezielt weiterzuentwickeln und zu erweitern.
4. Die BBAW ist ein starker Akteur der Wissenschaftskommunikation
Die BBAW kommuniziert Wissenschaft in allen Dimensionen, in klassischen ebenso wie in originellen und innovativen Formaten wie dem Salon Sophie Charlotte oder den Dialogen auf den Marktplätzen des Landes („Die Wissenschaft und ich?!“). Die Akademie nutzt dabei vielfältige Zugänge: bewährte Veranstaltungsformen wie Vorlesungen, Podiumsdiskussionen, Ausstellungen oder öffentliche Debatten am Gendarmenmarkt und an vielen weiteren Standorten, partizipative Ansätze wie Diskussionen vor Ort mit Bürgerinnen und Bürgern, Bildungsangebote in Form von Schulvorträgen oder dem Schülerlabor Geisteswissenschaften. Außerdem ist die enge Kombination von Wissenschaftskommunikations-Begleitforschung und kommunikativer Praxis für ihre Arbeit charakteristisch. So betreibt die Akademie Forschung zur Wissenschaftskommunikation in der Transfer Unit Wissenschaftskommunikation, die den Forschungsstand zu aktuellen und brisanten Themen der Wissenschaftskommunikation für die Praxis aufbereitet und damit zur Entwicklung und Reflexion von Qualitätsstandards in diesem Feld beiträgt.
Die BBAW versteht diese Dimensionen ihrer Arbeit als zentralen Teil ihres Auftrags, Forschung versteh- und sichtbar sowie wirksam zu machen. Es gilt selbstverständlich das Prinzip des Austauschs auf Augenhöhe; Themen und Formate der Kommunikation werden mit der Öffentlichkeit ausgehandelt. Die BBAW ist in besonderer Weise ein Ort der Innovation in der Wissenschaftskommunikation, an dem immer wieder neue Formate der Wissenschaftskommunikation initiiert und erprobt werden. Hierbei knüpft sie ganz gezielt auch Partnerschaften und vielfältige Kooperationen mit außerwissenschaftlichen Organisationen und bietet eine Plattform für transdisziplinären Austausch und innovative Formate der Wissenschaftskommunikation.
Die BBAW verbindet Forschung und Öffentlichkeit und tritt dabei auch mit Akteuren aus Politik, Kultur und Wirtschaft in den Dialog. Sie bietet ihnen im Wissenshaus am Gendarmenmarkt, aber auch an anderen Orten des Landes einen verlässlichen Denkraum an. So trägt sie als Laboratorium der Aufklärung zur Stärkung einer informierten, krisenresistenten und offenen Gesellschaft bei.
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