Übersicht
Immanuel Kant, Gemälde aus dem Dresdner Kunsthandel, um 1790, aus: Karl Heinz Clasen, Kant-Bildnisse, Königsberg 1924, mit unterlegter Handschrift Kants aus dem Ms. germ. fol. 1702, „Opus postumum“, Conv. I, S. 19

„Kant’s gesammelte Schriften“ – die Akademie-Ausgabe des bedeutenden Königsberger Philosophen

Die einzige Gesamtausgabe der Schriften, der Briefe, des Nachlasses und der Vorlesungen Immanuel Kants wird seit 1900 von der Berlin-Brandenburgischen, vormals Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften herausgegeben. Das Ziel war, ist und bleibt die Sicherung und historisch-kritische Erschließung des kantischen Gesamtwerks – für Wissenschaft und Allgemeinheit. Damit stellt die Akademie-Ausgabe die zentrale Grundlage für jede wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit dem Königsberger Philosophen bereit.


Im Ursprung geht diese Ausgabe auf die Initiative Wilhelm Diltheys zurück, der seine Pläne 1894 der damaligen Akademie vorlegte, woraufhin viele Bände bereits vor dem ersten Weltkrieg erscheinen konnten. Da diese Ausgabe aber über die Jahrzehnte veraltete und nicht alles Erforderliche enthielt, entstand auf Veranlassung Volker Gerhardts um 2000 die Idee zu einer Neuedition der Schriften und des Nachlasswerks Kants respektive der Erstedition von Vorlesungsnachschriften. Seither wird diese Idee im Rahmen eines breiten Forschungs- und Editionsprojekts umgesetzt.

 

Abgeschlossen sind bislang die Arbeiten an den Bänden 1 und 6 (Abteilung I), die 2023 und 2026 erschienen sind. 2026/2027 werden der Band 5.2 (Abteilung I, Critik der Urtheilskraft) sowie die Bände 23.2 und 23.3 (Ergänzungsbände der Abteilung III) erscheinen. Des Weiteren wird die Neuedition von Kants Nachlasswerk, des sogenannten „Opus postumum“, in den Bänden 21 und 22 (Abteilung III) vorbereitet.

 

Zum Projekt gehört auch die weltweit erste digitale Edition des kantischen Werks: https://kant-digital.bbaw.de .


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