Depositing Officer

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) ist eine Vereinigung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit einer 325-jährigen Geschichte, die den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördert. Ihr wissenschaftliches Profil ist vor allem geprägt durch geistes- und kulturwissenschaftliche Grundlagenforschung, interdisziplinäre Gesellschafts- und Politikberatung auf verschiedenen Feldern und durch die Kommunikation von Wissenschaft in die Öffentlichkeit.

Das Endangered Languages Documentation Programme (ELDP) wurde im Jahr 2002 vom Arcadia Fund gegründet. Das ELDP widmet sich der Aufgabe, gefährdete Sprachen zu dokumentieren und zu bewahren, indem es Dokumentationsprojekte auf der ganzen Welt fördert, diese bei der Durchführung von Feldforschungen und der Archivierung ihrer dokumentarischen Sammlungen unterstützt und letztere frei zugänglich macht.

Jedes Jahr fördert ELDP zwischen 30 und 40 Dokumentationsprojekte weltweit. Das ELDP finanziert weltweit ohne Einschränkungen hinsichtlich der Nationalität der Stipendiaten oder der Gastinstitution. Außerdem führt es jährlich Schulungen für Stipendiat/innen und für Sprachgemeinschaften und Nachwuchswissenschaftler/innen in Ländern durch, in welchen bedrohte Sprachen gesprochen werden. Bisherige Schulungen fanden in Ghana, Äthiopien, Kamerun, Russland, China, Mexiko und Indonesien statt.

Die Akademie sucht für das ELDP-Team zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen/eine

Depositing Officer für das Endangered Languages Documentation Programme (m/w/d)

im Umfang von 100 % der wöchentlichen Arbeitszeit, zunächst befristet für die Dauer von zwei Jahren.

Ihre Aufgaben:

1. Technische Verfahrensentwicklung

  • Konzeption, Weiterentwicklung und Implementierung der „Preservica-Instanz“ von ELAR gemeinsam mit dem/der ELAR–Forschungsdatenmanager:in
    • Kontinuierliche Identifikation von Verbesserungspotentialen (hinsichtlich Geschwindigkeit, Datensicherheit, Usability) im Rahmen der konkreten Datenarchivierungsprozesse des ELAR in enger Abstimmung mit ELAR–Forschungsdatenmanager:in
    • Entwicklung von Tools und Routinen, die Beitragenden den Zugang zu ihren eingebrachten digitalen Daten erleichtert und die verlässliche wissenschaftliche Nachnutzung ermöglicht.
  • Entwicklung und Wartung von projektspezifischer Software für die Erstellung und Hinterlegung von Metadaten

2. Granteeunterstützung

  • Unterstützung der ELDP-Antragstellenden bei der Vorbereitung und Entwicklung von Projektplänen und -anträgen
  • Ermittlung des Schulungsbedarfs der Grantees anhand des Antrags- und des Projektplans
  • Ausbildung und Anleitung der erfolgreichen ELDP-Grantees bei der Datenerstellung, beim jährlichen Datenupload und bei der Kuration in enger Zusammenarbeit mit dem „Digital Curriculum Officer“
  • Einarbeitung der Grantees in die spezifischen Softwarepakete zur linguistischen Analyse und Support: Durchführung von Schulungen in Theorie und Methode der modernen Sprachdokumentation
  • Erarbeitung und Bereitstellung von technischen Lösungen für lexikalische Datenbanken/Wortlisten und Annotationen

3. Archivierung der Daten und Metainformationen

  • Analyse und Bewertung bestehender digitaler Datensammlungen hinsichtlich ihrer weiteren Nutzung durch verschiedene Zielgruppen (von Referenten aus der Feldforschung über indigene Gemeinden, bis hin zu WissenschaftlerInnen und der allgemeinen Öffentlichkeit)
  • Entwicklung von Metadaten-Standards für verschiedene Nutzergruppen in enger Kooperation mit dem ELAR-Forschungsdatenmanagement
  • Qualitative Durchsicht von Sammlungen und Vorbereitung von Zwischen- und Endberichten für das ELDP-Panel und die Projektbewertung
  • Kuration, Rekuration und kontinuierliche Verbesserung der hinterlegten Sammlungen mit dem Ziel ihrer dauerhaften Erhaltung und Zugänglichkeit

4. Dissemination

  • Wissenschaftliche Dokumentation von Best Practice-Methoden, welche bei ELAR und ELDP entwickelt und eingesetzt werden. Erarbeitung von einschlägigen Veröffentlichungen in Open-Access-Zeitschriften und Präsentation der Ergebnisse auf Konferenzen und Sommerschulen
  • Mitwirkung bei der Beantragung von Fördermitteln und der Berichterstattung für nationale und internationale Fördermittelgeber

Ihr Profil:

  • Wissenschaftliches Hochschulstudium in Sprachwissenschaften oder vergleichbar, Promotion wünschenswert
  • Fundierte Kenntnisse oder nachweisbares Interesse in den Bereichen Sprachdokumentation, digitale Langzeitarchivierung oder Forschungsdatenmanagement, vorzugsweise mit Fokus auf audiovisuelle Sprachdaten
  • Kenntnisse von Metadatenstandards und strukturierten Formaten (z.B. XML, CSV, JSON) sowie Bereitschaft zur Einarbeitung in archiv- und systemspezifische Schemata, im Rahmen der Tätigkeit wünschenswerte Programmiererfahrung, z.B. mit Python
  • Erfahrung im Umgang mit digitalen Forschungsdaten (Audio/Video, Transkripte, Annotationen) sowie Grundkenntnisse zu relevanten Dateiformaten und deren Eignung für die Langzeitarchivierung
  • Vorteilhaft: Erfahrung mit Preservica oder anderen Repositorien/Archivsystemen, mit Rechtemanagement (z.B. Creative Commons, personenbezogene Daten) und mit Workflows der digitalen Langzeitarchivierung
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift; weitere Sprachen, insbesondere gefährdete oder wenig verbreitete Sprachen, sind von Vorteil
  • Sorgfältige, strukturierte und dokumentationsorientierte Arbeitsweise sowie hohes Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit sensiblen und gemeinschaftsgebundenen Daten.
  • Ausgeprägte Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie Serviceorientierung im Umgang mit Forschenden, Projektpartner*innen und Sprachgemeinschaften.
  • Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterbildung im Bereich digitale Spracharchive, Forschungsdateninfrastrukturen und Best Practices der Sprachdokumentation sowie zur Teilnahme an einschlägigen Workshops und Fachveranstaltungen

Unser Angebot:

  • Ein zentral gelegener, gut erreichbarer Arbeitsplatz am historischen Gendarmenmarkt
  • Abwechslungsreiche Tätigkeit in einem engagierten, interkulturellen Team
  • Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten
  • Betriebliche Altersvorsorge und vermögenswirksame Leistungen
  • Zuschuss zum VBB-Firmenticket
  • 30 Tage Urlaub bei einer Vollzeittätigkeit, zusätzlich frei am 24.12. und 31.12.
  • Spannende Einblicke in die Wissenschaftslandschaft

Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe E13 TV-L Berlin (Bewertungsvermutung). Der Dienstort ist Berlin.

Die BBAW ist bestrebt, den Anteil von Frauen in Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes und des Frauenförderplanes zu erhöhen; daher sind Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht. Bewerbungen von Personen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht. Bewerbungen von schwerbehinderten Personen werden bei gleicher Eignung vorrangig berücksichtigt.

Ihre aussagekräftigen schriftlichen Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse) richten Sie bitte möglichst elektronisch in einer mit Ihrem Namen beschrifteten PDF-Datei (max. 5 MB) unter der Kennziffer ELDP 02 2026 bis zum 08.07.2026 an:

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Referat Personal
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Ihre Bewerbungsmappe laden Sie bitte unter folgendem Link hoch:

https://nubes.bbaw.de/s/qYaX3icENMGosWG 

Bitte beachten Sie, dass wir erst nach Ende der Bewerbungsfrist zu Ihnen Kontakt aufnehmen werden und Sie nach dem Upload der Bewerbungsunterlagen keine separate Bestätigung erhalten. Der im Rahmen des Uploads angezeigte Hinweis, dass der Upload erfolgreich war, ist gleichsam als Eingangsbestätigung zu werten.

Fahrtkosten können im Rahmen der Bewerbungsgespräche nicht erstattet werden.