America first, Europa allein? Szenarien einer neuen Weltordnung

101. ZEIT Forum Wissenschaft

10. Juni 2026

Humboldt Forum im Berliner Schloss, Schloßplatz 1, 10178 Berlin

Kaum ein anderes Land hat Deutschland und Europa in den letzten 80 Jahren so stark geprägt wie die USA – politisch, wirtschaftlich, kulturell und sicherheitspolitisch. Doch gerade diese Beziehung steht zunehmend infrage. Die USA wirken immer weniger wie ein stabiler Garant demokratischer Ordnung, sondern wie eine Weltmacht, die ihre Rolle kurz vor ihrem 250. Geburtstag neu definiert – mit Folgen für Verbündete, Institutionen und die internationale Zusammenarbeit.

Zugleich verschieben sich globale Gewichte: China baut seinen Einfluss aus, internationale Konflikte werden als Machtfragen verhandelt und autoritäre Modelle gewinnen in vielen Regionen an Attraktivität. Erleben wir eine Rückkehr zum „Recht des Stärkeren“? Zerfällt damit die Idee einer westlichen Gemeinschaft in nationale Interessen? Oder formiert sich ein „neuer Westen“ – etwa mit EU, Kanada und Australien – der Regeln, Werte und Sicherheit neu organisiert?

Wir sortieren die großen Linien, trennen kurzfristige Aufregung von langfristigen Trends – und sprechen darüber, welche Szenarien realistisch sind und welche Optionen Europa und die Welt jetzt haben.

Speaker:innen:

  • Annika Brockschmidt , Journalistin und Autorin (“Die Brandstifter”)
  • Jana Puglierin , Leiterin des Berliner Büros des European Council on Foreign Relations (ECFR)
  • Sören Urbansky ,Historiker und Professor an der Ruhr Universität Bochum

Moderiert von Anna-Lena Scholz (DIE ZEIT) und Ralf Krauter (Deutschlandfunk) mit Live-Übertragung im Deutschlandfunk.

Eine Veranstaltung von ZEIT STIFTUNG BUCERIUS und DIE ZEIT, in Kooperation mit Deutschlandfunk, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss.


Das ZEIT Forum Wissenschaft

Die Veranstaltungsreihe der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS und der ZEIT Verlagsgruppe entsteht in Kooperation mit dem Deutschlandfunk, der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Wir bringen 4 x im Jahr herausragende Expert*innen mit einem großen Publikum zusammen. Live vor Ort und im Radio werden aktuelle Themen aus allen Bereichen der Wissenschaft erörtert und intensiv diskutiert. Ob es um Soziologie, Sprachwissenschaften, Geschichte, Psychologie oder Medizin geht – immer stehen das genaue Verständnis und die gesellschaftliche Bedeutung im Fokus. Was heißt etwa eine Änderung im Embryonenschutzgesetz? Welche Auswirkungen hat der Kolonialismus bis heute und wie verändert unser mediales Verhalten unsere Werte?


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