Filmvorführung „To Be or Not to Be / Sein oder Nichtsein“

26. Mai 2026

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Die Filmreihe „Screwball – Die Kunst des Konflikts“ beleuchtet die Screwball-Komödie als Konfliktlösungsmaschine.

Die Kunst des Konflikts, eine Kooperation des Jahresthemas "Konflikte lösen!"  der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften mit dem Zeughauskino, Deutsches Historisches Museum, versteht den Screwball zugleich als filmische Konfliktlösungsmaschine, in der Konflikte nicht auf ein Ziel hin zugespitzt werden, sondern fortwährend erzeugt, verschoben, transformiert und neu verteilt werden. 


To Be or Not to Be / Sein oder Nichtsein (OmU)
USA 1942, R: Ernst Lubitsch, B: Edwin Justus Mayer, K: Rudolph Maté, D: Carole Lombard, Jack Benny, Robert Stack, Felix Bressart, Stanley Ridges, 93’

Die Hochzeit der Screwball-Komödie fällt mitten in den Zweiten Weltkrieg, einige der bekanntesten Klassiker des Genres entstehen in diesen Jahren. Doch wohl niemand nimmt sich diesen weltumspannenden Konflikt so explizit vor wie Ernst Lubitsch mit Sein oder Nichtsein. Zunächst sprengt der Kriegsbeginn eine klassische Screwball-Konstellation: In der Warschauer Theaterszene drehen sich die Eitelkeiten um die Schauspielerin Maria Tura (Carole Lombard), ihren selbstverliebten Ehemann Joseph (Jack Benny) und den jungen Offizier Stanislaw Sobinski (Robert Stack). Doch die Mechanik des Screwballs verschwindet nicht so einfach – sie übernimmt vielmehr eine geradezu historische Funktion an. Rollenspiele, Verwechslungen und rasante Dialoge werden zu Instrumenten im Kampf gegen die Besatzung Polens durch Nazi-Deutschland – und das romantische Liebes- und Eifersuchtsdreieck zur Keimzelle des antifaschistischen Widerstands gegen Nazi-Deutschland. Sein oder Nichtsein ist vom berühmten Lubitsch Touch ebenso geprägt wie von der spürbaren Wut eines Regisseurs auf sein Heimatland. Der Film entführt die Screwball-Komödie in schwindelerregende Fallhöhen – und mobilisiert das ganze politische Potenzial ihres Weltentwurfs.

Mit einer Einführung von Till Kadritzke.


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