Hermetisches und Orphisches in Goethes Gedicht „Urworte Orphisch“

01. Juni 2026

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Wintergarten, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Goethes beeindruckendes Gedicht „Urworte Orphisch“ besteht aus fünf Strophen in Stanzenform, denen jeweils ein Leitbegriff in griechischer Sprache und griechischer Schrift, eben ein „Urwort“, vorangestellt ist. 

Trotz mehrfacher Kommentierung sind drei ganz einfache Grundfragen bisher ungeklärt: Wie verhält sich das Gedicht zu dem über 25 Jahre älteren Gedicht seines Weimarischen „Urfreundes“ Karl Ludwig v. Knebel, das bereits vier der fünf griechischen Urworte behandelt? Woher stammen und was bedeuten die rätselhaften Urworte? Was ist das Orphische an alldem? 

Mit diesen Fragen befasst sich die Mittagslecture von Oliver Primavesi (Inhaber des Lehrstuhls für Griechische Philologie I an der Ludwig-Maximilians-Universität München).