Aber gerade deshalb geraten Pflegekassen und Spitäler unter Druck: Die Alten werden nicht nur älter, sondern auch mehr, und krank werden sie auch. Jede(r) fünfte über 65 ist richtig arm, viele leben einsam, immobil, dement. Wer kümmert sich, wenn sie von den Jungen vernachlässigt, lieblos behandelt werden? Alter heisst ja auch Schmerz und Schwäche, Isolation und Lebensüberdruss. Betrachten sich die Religionsgemeinschaften als einzige Kümmerer? Wer leistet sonst Seelsorge und praktische Lebenshilfe? Wer führt die Diskussion über „Sterbehilfe“?
Es gibt ja nicht einmal ein Gesetz, das Ältere vor Diskriminierung schützt, auch kein Pendant zum Jugendamt, das Alte aus toxischen Umgebungen befreit.
Ob die Alten dank ihrer Rentenbezüge Privilegien genießen oder in einer auf Jugendlichkeit und Konsum getrimmten Umgebung übersehen, ausgeschlossen, benachteiligt werden, wie und ob sie selbst, die Zivilgesellschaft, die Kirchen und staatliche Instanzen aktiver sein müssten, welche Strategien der Selbstfürsorge an alten Menschen zu beobachten sind darüber sprechen nach einer Einführung von Akademiepräsident Christoph Markschies
Anne Heimendahl (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Landespfarramt für Krankenhaus- und Altenpflegeheimseelsorge)
Verena Lueken (Journalistin, Filmkritikerin und Schriftstellerin Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Rüdiger Maas (Institut für Generationenforschung Augsburg)
Moderation: Harald Asel (Redakteur rbb 24 inforadio)
Nach dem Schlußwort von Cai Werntgen lädt die Stiftung Forum Humanum zu einem Glas Wein und zu persönlichen Gesprächen mit den Referenten ein.
Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Verlags der Weltreligionen, der BBAW und der Udo Keller Stiftung Forum Humanum in Zusammenarbeit mit rbb24 Inforadio.