Künstliche Intelligenz in der medizinischen Diagnose - Bleibt der Mensch in der Verantwortung?

Podiumsdiskussion

08. Oktober 2018

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Ein Diagnose-Algorithmus, der von tausenden Patienten- und Forschungsdaten lernt, kann heute schon bessere medizinische Diagnosen erstellen als ein Arzt. Bedeutet das, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Medizin ethisch geboten ist und damit auch die Preisgabe von Daten durch die Patienten? Und können wir beim Einsatz neuer Technologien vor allem im sensiblen Gesundheitsbereich sicherstellen, dass weiterhin ein als Arzt qualifizierter Mensch die Verantwortung für medizinische Entscheidungen trägt? Diese Fragen gilt es jetzt zu diskutieren und Lösungen vorzuschlagen.

Künstliche Intelligenz in der medizinischen Diagnose - Bleibt der Mensch in der Verantwortung?
Künstliche Intelligenz in der medizinischen Diagnose - Bleibt der Mensch in der Verantwortung?

Ein Diagnose-Algorithmus, der von Hundertausenden Patienten- und Forschungsdaten lernt, kann schon heute in bestimmten Bereichen qualitätvollere medizinische Diagnosen erstellen als ein Arzt. Erst im August machte das Google-Unternehmen Deepmind mit einem Computersystem von sich reden, das Augenkrankheiten so zuverlässig erkennt wie ein menschlicher Experte – allerdings ohne dabei zu ermüden. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz erscheint in solchen Fällen ethisch geboten. Allerdings verbinden sich mit solchen Systemen auch ethische Probleme: Sollten wir aus solidarischen Gründen unsere Gesundheitsdaten preisgeben, damit Maschinen wirksamer trainiert werden können? Was passiert, wenn ein so genanntes „Decision Support System“ einen anderen Therapievorschlag macht als der behandelnde Arzt? Können und müssen wir sicherstellen, dass weiterhin ein als Arzt qualifizierter Mensch die Verantwortung für medizinische Entscheidungen trägt? Auf dem Podium werden Experten aus Entwickler-, Anwender- sowie rechtlicher Perspektive die Chancen, Herausforderungen und Grenzen von künstlicher Intelligenz im deutschen Gesundheitssystem diskutieren.

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Verantwortung: Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz“ statt.

 

Anmeldung bis zum 28.09. unter diesem Link 
 

Podiumsdiskussion
Susanne Beck
Universität Hannover
Gerd Burmester
Akademiemitglied
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Andreas Lemke
Mediaire

 

Moderation
Christoph Markschies
Akademiemitglied
Humboldt-Universität zu Berlin
 

 


Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.

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