MICHAEL ZÜRN: DIE EU IN DER KRISE ODER AUF DEM WEG ZUR POLITISIERUNG?

Vortragsreihe "Europa in der Krise"

05. Dezember 2013

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Welches sind die Ursachen der anhaltenden Krise und welche wirtschaftlichen und politischen Lösungen sind aus wissenschaftlicher Perspektive notwendig? Welche davon sind wahrscheinlich? Und wie ist es mit den historischen und kulturellen Voraussetzungen eines gemeinsamen Europas bestellt? Diese und ähnliche Fragen stehen im Mittelpunkt der Vortragsreihe "Europa in der Krise", die sowohl von Mitgliedern der Akademie als auch von Gästen bestritten wird.

MICHAEL ZÜRN: DIE EU IN DER KRISE ODER AUF DEM WEG ZUR POLITISIERUNG?
MICHAEL ZÜRN: DIE EU IN DER KRISE ODER AUF DEM WEG ZUR POLITISIERUNG?

Die Vortragsreihe „Europa in der Krise. Problemdiagnose und Zukunftsperspektiven“ im Rahmen des Jahresthemas 2013|14 an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften geht in ihre dritte Runde. In diesem Teil der Reihe thematisiert der Politikwissenschaftler Michael Zürn die Konsequenzen der Finanz- und Währungskrise für die europäische Integration und versucht - aus einer transnationalen Perspektive - Wege einer europäischen Verständigung nach der Krise aufzuzeigen.

 

Die Finanz- und Währungskrise stellt eine entscheidende Wegmarke für den europäischen Einigungsprozess dar. Sie akzentuiert und demaskiert die vorherrschende Logik europäischer Entscheidungsprozesse. Damit werden die Spannungen zwischen nationaler Demokratie und supranationaler Technokratie unübersehbar. Die Finanz- und Währungskrise muss aber weder automatisch zu einer Ausweitung technokratischer Entscheidungsfindung auf Kosten demokratischer Kontrolle, noch muss sie unweigerlich zu einer Renationalisierung der politischen Landschaft in Europa führen. Vielmehr befinden wir uns stattdessen an einer institutionellen Weggabelung: Einerseits zeigt sich immer deutlicher, dass der alte Pfad der europäischen Einigung kaum noch erfolgversprechend scheint. Andererseits verbessert die gesellschaftliche Politisierung aber die Voraussetzungen, um die Europäische Integration auf einen anderen Pfad zu setzen.

 

Die Vortragsreihe findet in Kooperation mit L.I.S.A., dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung, statt.

 

Die EU in der Krise oder auf dem Weg zur Politisierung?
Michael Zürn
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Akademiemitglied

 

Moderation:

Jürgen Gerhards
Freie Universität Berlin
Akademiemitglied

 

 

Weitere Veranstaltungen aus dieser Vortragsreihe im Jahr 2013:

 

Angelo Bolaffi und Claus Offe | 16. Dezember 2013 | 19:00 Uhr
"Deutschlands neue Rolle in der EU: Zwischen Hegemonie und Verantwortung." Ein Streitgespräch

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Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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