Sie dient als Projektionsfläche für Hoffnungen, Ängste und Erwartungen und hat oft mehr mit innerdeutschen Debatten und Befindlichkeiten zu tun als mit dem östlichen Nachbarn selbst.
Für ihr neues Buch hat Gwendolyn Sasse die Wahrnehmungen Russlands in Ost- und Westdeutschland anhand sozialwissenschaftlicher Methoden untersucht. Mit Gästen aus Politik und Kultur diskutiert sie, wie bestimmte Vorstellungen von Russland vor 2022 Illusionen in der Russlandpolitik beförderten und wie sie bis heute fortwirken und russische Desinformationskampagnen auf fruchtbaren Boden fallen lassen.
- Gwendolyn Sasse ist wissenschaftliche Direktorin des Zentrums für Osteuropa- und Internationale Studien in Berlin, Akademiemitglied und Einstein-Professorin für Vergleichende Demokratie- und Autoritarismusforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin.
- Nils Schmid ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2025 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung .
- Anne Rabe ist eine deutsche Schriftstellerin. Ihr Debütroman Die Möglichkeit von Glück wurde 2023 für die Shortlist des Deutschen Buchpreises nominiert.
- Moderation: Silvia Stöber, Senior Reporterin bei CORRECTIV
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS).