Universalismus. Weltherrschaft und Menschheitsethos

03. Juli 2026

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Das Wohl aller Menschen bei moralischen und politischen Entscheidungen zu berücksichtigen – das ist heute für viele zumindest als Ideal gerechtfertigt. Aber schon immer gegeben und universell verbreitet ist ein solches Menschheitsethos nicht.

Wann, wo und warum ist es also entstanden? Ist es eine Besonderheit der jüdisch-christlichen oder der westlich-aufklärerischen Tradition? Und wie hängt seine Entstehung mit der Geschichte imperialer Weltherrschaft zusammen? In seinem neuen Buch zeichnet Hans Joas, von der sogenannten "Achsenzeit" ausgehend, die Entstehung des Menschheitsethos in der griechischen Antike, in Judentum und Christentum, in Indien und China nach und betrachtet es im Zusammenhang mit imperialen Reichsbildungen bis hin zu Kolonialismus, Faschismus und Kommunismus. Dabei stellen sich große und durchaus heikle Fragen: Kann es einen Universalismus ohne Imperialismus überhaupt geben? Und wie steht der Islam zu den achsenzeitlichen Entwürfen eines Menschheitsethos?

Akademiemitglied Hans Joas (Soziologe) kommt mit Elisabeth von Thadden (Die ZEIT) über sein neues Buch ins Gespräch. Mit einer Einführung von Akademiepräsident Christoph Markschies.


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