Vom Vorzimmer ins Zentrum der wilhelminischen Wissenschaftsorganisation. Die Korrespondenz zwischen Adolf Harnack und Friedrich Althoff.

Buchpräsentation

31. August 2026

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Die Korrespondenz zwischen dem Theologen Adolf Harnack und dem Ministerialdirektor Friedrich Althoff harrte in der Staatsbibliothek zu Berlin und dem Geheimen Staatsarchiv (Preußischer Kulturbesitz) lange Zeit der Veröffentlichung. Im vergangenen Jahr haben Wolfram Kinzig und Claudia Kampmann sie in der Reihe der Deutschen Geschichtsquellen im Verlag Duncker&Humblot veröffentlicht.

Der Briefwechsel bietet einmalige Einblicke in die Berufungs-, Kirchen-, Bildungs- und Wissenschaftsorganisation und -politik des wilhelminischen Kaiserreichs. Die Ernennung evangelischer Theologieprofessoren kommt darin ebenso zur Sprache wie Streitfälle innerhalb der evangelischen und katholischen Kirche. Die Korrespondenten realisierten Reformen an höheren Jungen- und Mädchenschulen und organisierten wissenschaftliche Verbundprojekte, internationale Kooperationen zwischen US-amerikanischen und deutschen Wissenschaftlern sowie archäologischer Expeditionen. Schließlich sponnen sie ein umfangreiches Netzwerk, das den weitreichenden Einfluss Althoffs wie Harnacks sicherte.


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