Der Briefwechsel bietet einmalige Einblicke in die Berufungs-, Kirchen-, Bildungs- und Wissenschaftsorganisation und -politik des wilhelminischen Kaiserreichs. Die Ernennung evangelischer Theologieprofessoren kommt darin ebenso zur Sprache wie Streitfälle innerhalb der evangelischen und katholischen Kirche. Die Korrespondenten realisierten Reformen an höheren Jungen- und Mädchenschulen und organisierten wissenschaftliche Verbundprojekte, internationale Kooperationen zwischen US-amerikanischen und deutschen Wissenschaftlern sowie archäologischer Expeditionen. Schließlich sponnen sie ein umfangreiches Netzwerk, das den weitreichenden Einfluss Althoffs wie Harnacks sicherte.