Bereits vor der Reise nach Russland, Sibirien und Zentralasien im Jahr 1829 hatte sich die Humboldt’sche Weltwissenschaft zu einer den ganzen Planeten umfassenden Wissenschaft ausgeweitet. Ottmar Ette geht den Ursprüngen dieser Entwicklung nach.
Während der Expedition nach Amerika (1799–1804) sammelten Humboldt und Bonpland über 3.000 neue Pflanzenarten. In ihren Tagebüchern und Publikationen finden sich Informationen über traditionelle Verwendungszwecke und medizinische Eigenschaften vieler dieser Pflanzen. Leopoldo Baratto beleuchtet die historische Bedeutung und künftige Anwendungsbereiche dieser ethnobotanischen Sammlung.
Carmen Götz stellt die Vielzahl an Aufzeichnungen, die den mittleren Teil des dritten Tagebuchbandes der amerikanischen Reise bilden, in den Mittelpunkt ihres Werkstattberichts. Tobias Kraft veranschaulicht das Potenzial digitaler, vernetzter Wissensressourcen anhand einer Karte zur zentralasiatischen Reise, die 2026 in der edition humboldt digital veröffentlicht wurde.
Eine Veranstaltung des Akademienvorhabens „Alexander von Humboldt auf Reisen – Wissenschaft aus der Bewegung“ im Zentrum Preußen – Berlin der BBAW.
PROGRAMM
Begrüßung
Christian Thomas (BBAW)
Die Rundung der Welt. Alexander von Humboldts Wege zu einer weltumspannenden Wissenschaft
Ottmar Ette (Akademiemitglied, HCTS Changsha)
Unveiling Ethnobotanical Treasures from Humboldt and Bonpland’s Expedition to the Americas: Medicinal Plant Lore and Other Traditional Knowledge
Leopoldo Baratto (Universidade Federal do Rio de Janeiro-UFRJ)
Von Cumaná nach San Fernando de Apure – 50 Tagebucheinträge aus dem dritten Amerikanischen Reisetagebuch. Ein Überblick
Carmen Götz (BBAW)
Reisetag, Textspur, Kartenpunkt. Humboldts Zentralasienreise 1829 neu ediert und visualisiert
Tobias Kraft (BBAW)
Moderation: Christian Thomas (BBAW)