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Albert Einstein und Kurt Gödel in Princeton, circa 1948, Foto: Oskar Morgenstern; mit freundlicher Genehmigung des Shelby White and Leon Levy Archives Center, Institute for Advanced Study, Princeton, NJ, USA

Die kritische Edition der Notizbücher „Maximen / Philosophie“ des großen Mathematikers

 

Kurt Gödel war nicht nur ein genialer Mathematiker und weltberühmter Logiker, sondern auch Metaphysiker – und das, obwohl er im Wiener Kreis sozialisiert wurde, der sich der Abschaffung der Metaphysik verschrieben hatte. Die Kurt-Gödel-Forschungsstelle ediert erstmalig seine „Philosophischen Bemerkungen“, die in 15 umfangreichen Notizbüchern überliefert sind, vollständig. Sie erschließt damit ein philosophisches Denken, das die Beziehung zwischen Philosophie und Wissenschaft neu definiert.

 

Kurt Gödels philosophische Selbsteinschätzung zeigt sich in dem folgenden kurzen Brief vom 19. August 1975 an Burke D. Grandjean: „Replying to your inquiries I would like to say that I don’t consider my work a ʻfacet of the intellectual atmosphere of the early 20th century,’ but rather the opposite. It is true that my interest in the foundations of mathematics was aroused by the ʻVienna Circle,’ but the philosophical consequences of my results, as well as the heuristic principles leading to them, are anything but positivistic or empiristic.” (Kurt Gödel, Collected Works, Vol. IV, S. 443f.)

 

Die Kurt-Gödel-Forschungsstelle wurde auf Grundlage eines Kooperationsvertrages zwischen der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur für eine Dauer von 10 Jahren eingerichtet.

Kontakt
Prof. Dr. Eva-Maria Engelen
Projektleiterin
Kurt-Gödel-Forschungsstelle
Tel.: +49 (0)30 20370 544
eva-maria.engelen(at)bbaw.de 
Jägerstraße 22/23
10117 Berlin
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