Erhalten ist uns ungefähr ein Drittel des großen Geschichtswerkes, das Polybios in der Überzeugung schrieb, daß das Schicksal dieser Weltstunde Rom hieß. Jeder bekennt sich mit voller Überzeugung zu einer Geschichtschreibung, die nicht mit Genealogien, Gründungsgeschichten und ähnlichem unterhält, sondern dem politischen Menschen die Kenntnis der Taten vermittelt, wie Völker und Herrscher sie setzten. Polybios hat die Geschichte als magistra vitae recht wörtlich genommen und sich von ihrer Erkenntnis die Meisterung politischer Situationen versprochen.

(Albin Lesky, Geschichte der griechischen Literatur, Bern/München 19713, S. 866. 868)

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