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Was ist kulturspezifisch, was nicht –  und was können wir daraus lernen? Naturwissenschafts- und Technikbildung in ausgewählten außereuropäischen Ländern

Mit dem Ziel, kulturelle und historische Bedingtheiten des Wissenschafts- und Technikverständnisses verstehend nachzuzeichnen, gilt ein besonderes Augenmerk der interdisziplinären Arbeitsgruppe „TECHcultures“ den verschiedenen Lernkulturen, den Unterschieden im Technik- und Wissenschaftsverständnis sowie dem Fächerverständnis im Bereich der MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

 

Technischer Fortschritt wird in vielen außereuropäischen Diskursen auch als Motor gesellschaftlicher Entwicklung und Modernisierung betrachtet und weist damit über eine nur wirtschaftliche Funktionalität hinaus. Dieses Verständnis scheinen sich etwa die durch ihre Ölreserven reich gewordenen arabischen Nationen und ein China im ökonomischen Aufschwung zu teilen. Die raschen Transformationen durch Technisierung vieler Produktions- und Lebensbereiche können möglicherweise persönlichen Aufstieg, nationales Prestige, Steigerung individueller Freiheiten und in vielen Ländern auch Emanzipation der Frauen bedeuten. Jedoch ist nicht auszuschließen, dass technisch-naturwissenschaftlicher Fortschritt in diesen Staaten, ähnlich wie in den meisten OECD-Staaten, zunehmend ambivalent beurteilt wird, sobald einmal ein hoher Grad an Technisierung erreicht ist.

 

Die BBAW erweitert mit dieser IAG ihre europäische Vergleichsstudie zum Thema MINT-Bildung um eine kulturwissenschaftlich verstehende Perspektive und fokussiert die Untersuchung vor allem auf den arabischen Raum, China, Japan und die USA.

 

Laufzeit der IAG „TECHcultures“: Dezember 2011 bis Dezember 2014

Kontakt
Dr. Ute Tintemann
Referentin
Referat Arbeitsgruppen
Tel.: +49 (0)30 20370 633
tintemann(at)bbaw.de 
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