Das YNT wurde von der BBAW nach Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine gemeinsam mit zahlreichen europäischen Partnern auf der Grundlage des Manifests Reclaiming Europe gegründet. Das weiterhin im Aufbau befindliche Netzwerk umfasst derzeit 29 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Künstlerinnen und Künstler in frühen bis mittleren Karrierephasen aus unterschiedlichen Disziplinen und Regionen Europas. Die meisten von ihnen werden in Warna zusammenkommen. Durch ihre interdisziplinäre Arbeit möchten die Mitglieder des YNT das Verständnis für Europas vielfältige Perspektiven vertiefen und dabei der Ukraine sowie den östlichen Regionen Europas als integralen Bestandteilen des europäischen Projekts besondere Aufmerksamkeit widmen.
Während das Internationale Musikfestival Varna Summer sein 100-jähriges Bestehen feiert, nimmt die Konferenz dieses Jubiläum zum Anlass, den Blick auf das kommende Jahrhundert zu richten. In einer Zeit, in der Krisendiagnosen allgegenwärtig geworden sind, möchten die Mitglieder des YNT über reine Analyse hinausgehen und konstruktive, zukunftsorientierte Perspektiven entwickeln: von der Krisendiagnose hin zu neuen Wegen für Europas Zukunft.
Die Konferenz findet begleitend zu zwei herausragenden Konzerten statt, die nicht nur das Festivalprogramm bereichern, sondern auch die zentralen Themen der Konferenz – europäische Solidarität, Dialog und die verbindende Kraft der Künste – unterstreichen. Am 24. Juli wird das Wiener Kammerorchester unter der Leitung von Stefan Frucht ein Mozart gewidmetes Programm aufführen. Am 25. Juli konzertiert das Paganini Ensemble Wien gemeinsam mit den renommierten Musikerinnen und Musikern Mario Hossen (Violine), Diemut Poppen (Viola), Lilyana Kehayova (Violoncello) und Alexander Swete (Gitarre).
Das Programm wird durch die Mitwirkung bedeutender Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Intellektueller bereichert, darunter die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann, der Präsident der BBAW Christoph Markschies, die Politikwissenschaftlerin Kalypso Nicolaïdis, der bulgarische Kulturwissenschaftler Alexander Kiossev, der Rechtswissenschaftler Martin Belov, die bulgarische Intellektuelle Louisa Slavkova sowie die Migrationsforscherin Anna Krasteva. Künstlerische Perspektiven werden unter anderem durch die Zukunftsforscherin und Künstlerin Maya van Leemput sowie den Fotografen Roger Eberhard vertreten.
Mit ihrem interdisziplinären Programm verbindet die Konferenz Perspektiven aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, der Rechtswissenschaft, Politik, Zukunftsforschung, den MINT-Fächern sowie den Künsten. Sie ist Teil des umfassenderen kulturellen Rahmens des Internationalen Musikfestivals Varna Summer und unterstreicht die enge Verbindung zwischen Musik, Kultur und europäischem Dialog.
Mehr über das Young Network TransEurope: https://www.bbaw.de/en/young-network-transeurope
Zum aktuellen Call for Applications: https://www.bbaw.de/files-bbaw/YNT/260618_CfA_YNT_2026.pdf
Ansprechpartner:
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