Zwar wurde sein ontologischer Gottesbeweis in der Forschung bereits breit diskutiert und rezipiert, andere große Fragen in diesem Bereich sind bisher allerdings gänzlich unerforscht: Was versteht Gödel unter dem Begriff ›Gott‹? Und wie passt dieser neben anderen theologisch-philosophischen Begriffen, wie etwa dem des Teufels in sein philosophisches Denken?
Eine Konferenz zu diesem Themenkreis, die die erste dazu jemals veranstaltete ist, soll diese Fragen in den Mittelpunkt stellen, um das Verständnis eines der größten Denker des 20. Jahrhunderts zu erweitern und zu vervollständigen. Die Philosophischen Notizbücher (Maximen Philosophie) Gödels, von denen die Bände 1 bis 7 bereits erschienen sind und Band 8 im Erscheinen ist, legen die Vermutung nahe, dass Gödels Bemerkungen zu den Begriffen ›Gott‹ und ›Teufel‹ von denen anderer Philosophen beeinflusst sind. Zu nennen sind hier insbesondere Aristoteles, Thomas von Aquin, Descartes, Leibniz und Kant. Daher werden sich neben Fachleuten aus der Logik und Mathematik auch solche aus der Philosophiegeschichte und Theologie mit diesen Konzepten befassen.
Mit Thorben Alles (Universität Bonn), Christoph Benzmüller (FU Berlin/Universität Bamberg), Merlin Carl (Europa-Universität Flensburg/Universität Konstanz), Clara Carus (Harvard University/Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg), Klaus Corcilius (Universität Tübingen), Gregor Damschen (Universität Greifswald), Eva-Maria Engelen (BBAW/Universität Konstanz), Alexander Englert (University of Richmond), André Fuhrmann (Goethe-Universität Frankfurt), Benedikt Göcke (Universität Bochum), Leon Horsten (Universität Konstanz), Tim Lethen (Universität Helsinki), Fiorella Retucci (Universität zu Köln) und Niko Strobach (Universität Münster)
Organisiert von Eva-Maria Engelen (Kurt-Gödel-Forschungsstelle, BBAW) und Alexander Englert (University of Richmond, USA).
Gefördert wird die Tagung von der ROME-Stiftung sowie dem Institute for Advanced Study, Princeton.
Den Zoom-Link erhält, wer sich über das folgende Formular anmeldet.