Alexander von Humboldt und Russland. Eine Spurensuche - Die Veranstaltung ist ausgebucht. Anmeldungen sind leider nicht mehr möglich.

Vortragsabend und Lesung

19. Juni 2015

Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland Unter den Linden 63–65, 10117 Berlin

Die Veranstaltung will mit Vorträgen und einer Lesung aus den Humboldt’schen „Briefen aus Russland“ an die wissenschaftshistorisch bedeutsame Expedition von 1829 erinnern und auf aktuelle Fragen der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland aufmerksam machen.

Alexander von Humboldt und Russland. Eine Spurensuche - Die Veranstaltung ist ausgebucht. Anmeldungen sind leider nicht mehr möglich.
Alexander von Humboldt und Russland. Eine Spurensuche - Die Veranstaltung ist ausgebucht. Anmeldungen sind leider nicht mehr möglich.

In den Jahren 1994 bis 2009 unternahmen deutsche und russische Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen Expeditionen entlang der Route, die Alexander von Humboldt auf seiner russisch-sibirischen Reise 1829 zurückgelegt hatte. Getragen wurden diese Unternehmungen von der Deutschen Assoziation der Absolventen und Freunde der Moskauer Lomonossow-Universität e.V. (DAMU) in Verbindung mit deutschen und russischen Universitäten und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Die Expeditionsteilnehmer vollzogen so gut wie alle wichtigen Reisewege Humboldts im Ural und seinem Umland, im Altai und im Süden Russlands bis in die Kaspi-Senke nach und bereisten darüber hinaus den Humboldt-Berg im Ural sowie das Tjumener Gebiet.

 

Ziel war es, Humboldts Russlandreise und seine Russlandbeziehungen aus unterschiedlichen Sichtweisen näher zu unter suchen und Humboldts Erfahrungen mit den gegenwärtigen Verhältnissen in Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur zu vergleichen.

 

Als Summa dieser Expeditionen ist 2014 der umfangreiche Band „Alexander von Humboldt und Russland. Eine Spurensuche“ in der Reihe „Beiträge zur Alexander-von-Humboldt-Forschung“ bei De Gruyter erschienen (hrsg. von Kerstin Aranda, Andreas Förster und Christian Suckow). Autoren der zwanzig Beiträge sind neben den deutschen und russischen Expeditionsteilnehmern auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zwar die Expeditionen nicht begleitet haben, aber wichtige Ergebnisse aus ihren Disziplinen beitragen konnten. Dem Band ist die annotierte Bibliographie „Alexander von Humboldt in der russischen Literatur“ von N. G. Suchova in einer neuen deutschen Fassung beigefügt.

 

Alexander von Humboldt und Russland. Eine Spurensuche
Reihe „Beiträge zur Alexander-von-Humboldt-Forschung“
Herausgegeben von Kerstin Aranda, Andreas Förster und Christian Suckow
De Gruyter 2014, 638 Seiten gebunden, 149,95 €
ISBN 978-3-05-004634-1

 

Eine Veranstaltung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland. Mit freundlicher Unterstützung durch das Zentrum-Preußen (BBAW), Go East Generation e.V., Universität Potsdam und Deutsch-Russisches Forum e. V.

 

ANMELDUNG

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung bis zum 08. Juni 2015 ist erforderlich unter:

https://www2.bbaw.de/humboldt_russland 

 

Die Veranstaltung ist ausgebucht. Anmeldungen sind leider nicht mehr möglich.


Für den Einlass in das Botschaftsgebäude bringen Sie bitte Ihren Personalausweis oder Reisepass mit. Einlass ab 18 Uhr.

MUSIKALISCHER AUFTAKT
Michail Glinka
Benjamin Levitsky, Klavier und Bearbeitung


GRUSSWORTE
Vladimir M. Grinin
Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland

Günter Stock
Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Präsident ALLEA


Reisen und Schreiben auf den Spuren Alexander von Humboldts, Gustav Roses und Christian Gottfried Ehrenbergs
Kerstin Aranda
Sauvigney-les-Gray


Alexander von Humboldt im interkulturellen Dialog

Christian Suckow
Rangsdorf


Die russische Reise Alexander von Humboldts und die Transformation der Ansichten in der Erdkunde
Anatolij V. Stepanov
Jekaterinburg
Vortrag auf Russisch, Handout auf Deutsch


MUSIKALISCHES ZWISCHENSPIEL
Pjotr Tschaikowski

LESUNG
Briefe und Texte zur russisch-sibirischen Reise Alexander von Humboldts
Alexander Küsters
Universität der Künste, Berlin


MUSIKALISCHES FINALE
Modest Mussorgski

Moderation: Eberhard Knobloch
Akademiemitglied

Die Alexander von Humboldt-Forschung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften blickt auf eine jahrzehntelange Tradition zurück, für die in erster Linie die erfolgreiche Arbeit der Alexander von Humboldt-Forschungsstelle (1970–2014) steht. Seit Januar 2015 gibt es mit dem Akademienvorhaben „Alexander von Humboldt auf Reisen – Wissenschaft aus der Bewegung“ ein neues Forschungs- und Editionsprojekt, das die Zukunft der Alexander von Humboldt-Forschung an der Akademie gewährleistet (geplante Laufzeit: 18 Jahre).
 

Es umfasst die vollständige Edition der Humboldt’schen Manuskripte zum Themenkomplex Reisen. Das Korpus der projektierten Edition beinhaltet Reisejournale, Tagebücher, Denkschriften, Publikationen in den bereisten Ländern und Regionen sowie Korrespondenzen. Die Projektleitung liegt bei Ottmar Ette, Universität Potsdam. Im Zentrum des Vorhabens stehen die Manuskripte sowohl der Amerikanischen als auch der Russisch-Sibirischen Reisetagebücher. Ihre Edition wird elf Bände umfassen, die im Sinne eines Hybrid-Projektes sowohl als Printausgaben als auch als digitale Edition veröffentlicht werden. Darüber hinaus werden umfangreiche Materialien aus dem Humboldt-Nachlass an der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kultur besitz und der Biblioteka Jagiellonska in Krakau in separaten Materialbänden inhaltlich erschlossen und nach Themenschwerpunkten ediert.


Das Forschungs- und Editionsvorhaben erfüllt seine Aufgaben in enger Kooperation mit der Universität Potsdam, der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, der Technischen Universität Berlin und anderen Forschungseinrichtungen in der Region Berlin-Brandenburg. Gemeinsam mit der Universität Potsdam wird die Internet-Zeitschrift HiN – Humboldt im Netz zweimal jährlich herausgegeben.

 

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