Dazu zählen der für junge Schüler vorgesehene bebilderte Orbis sensualium pictus und die als Theaterstück konzipierte Schola ludus. Beide Werke waren didaktische Überarbeitungen der erfolgreichen, enzyklopädischen Janua linguarum reserata („Die eröffnete Sprachentür“), mit deren Hilfe den Schülern zugleich Sprachen und Wissensbestände vermittelt werden sollten. Die Janua wurde schon kurz nach ihrem Erscheinen im Jahr 1631 in mehrere Volkssprachen übertragen und in Ausgaben mit bis zu fünf Sprachen veröffentlicht. Doch was machte „dieses kurzte buͤchlein“ so bemerkenswert, dass es von Lehrern und Gelehrten als Innovation für den Lateinunterricht gepriesen wurde und heute noch als eines der wegweisendsten Sprachlehrwerke der Frühen Neuzeit wahrgenommen wird? Welche Intentionen verfolgte Comenius mit diesem Werk, und was erfahren wir darüber aus den Vorworten? Welche didaktischen und methodischen Konzepte liegen dem Sprachbuch zugrunde, und welche Bildungsziele treten darin hervor?
Dominika Bopp (Universität Heidelberg) widmet sich in ihrem Abendvortrag diesen und weiteren Fragen rund um die Janua linguarum.
Eine Veranstaltung des interakademischen Vorhabens „Historische Fremdsprachenlehrwerke digital“.