Die Wissenschaft und die Liebe

Salon Sophie Charlotte 2013

19. Januar 2013

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Was wissen wir von der Liebe? Die Liebe ist so überwältigend wie rätselhaft, etwas nach dem wir alle suchen und was wir zu finden hoffen – wenn wir nicht zu den Glücklichen gehören, die es schon gefunden haben. Auch wenn jede Liebesbeziehung einen eigenen Entstehungsmythos hat und einzigartig ist, gibt es doch wissenschaftliche Erkenntnisse, die das Wunder der Liebe erklären. Diesem „Liebeswissen“ auf die Spur geht der Salon Sophie Charlotte am 19. Januar 2013. In Gesprächen, Vorträgen, Lesungen und Performances fragen Wissenschaftler, Autoren, Künstler und Schauspieler auf unterhaltsame Art und Weise danach, was die Wissenschaft über die Liebe zu sagen hat.

Die Wissenschaft und die Liebe
Die Wissenschaft und die Liebe

Wir wissen bis heute nicht so genau, was das ist: die Liebe. Und doch bewegt sie uns mehr als alles andere.
 

Was die Wissenschaft über das verwirrende Phänomen der Liebe zu sagen hat, verraten an diesem Abend Psychologen, Soziologen, Ethnologen, Biologen, Literaturwissenschaftler und VertreterInnen vieler anderer Disziplinen. Der Psychologe Manfred Hassebrauck und die Soziologin Elisabeth Beck-Gernsheim berichten hier von ihren Forschungen. Globalisierte Liebe, Gentests in Zypern und der Valentinstag in Indien werden ebenso zum Thema wie Liebesbriefe, Online-Dating, und Cybersex, Goethes (zensierter) erotischer Wortschatz, die Erotica Pompeiana, die Sprache der Liebe im Alten Ägypten und das intime Leben der Heroen der Arbeiterklasse: „Liebe – auch so ein Problem, das Marx nicht gelöst hat“ heißt einer der Vorträge.

 

Es sind kaum größere Gegensätze denkbar als die verwirrend-emotionale Welt der Liebe und die analytisch-reflektierte Welt der Wissenschaft. Mancher Wissenschaftler, manche Wissenschaftlerin ist persönlich daran gescheitert. Ernst Haeckel zum Beispiel, Hannah Arendt und Martin Heidegger, auch Albert Einstein vermutlich, von Zeitgenossen ganz zu schweigen. Auch davon wird erzählt.

 

Und wer meint, Liebe sei reine Lust und Verbundenheit, den belehren das Leben, die Literatur und die Oper eines Besseren: Sie ist eine mächtige Kraft mit verstörender, gar gefährlicher Wirkung. Dafür stehen der Liebestod in der Oper und Shinjū, der japanische Liebestod, Künstler wie Bataille, de Sade, Oshima und Bertolucci.


Außerdem: Hanna Schygulla, Corinna Kirchhoff und Hanns Zischler, Sybille Lewitscharoff und Michael Kleeberg, die Singakademie zu Berlin, eine wissenschaftliche Gedankenfabrik für junge Besucher, eine Paternoster-Performance mit Love Stories aus der Wissenschaft, ein Speed-Dating mit Liebes-Experten und zu später Stunde ein kleiner Reigen - Akademiemitglieder und Gäste stellen ihr liebstes Liebesgedicht vor.
Im Namen der Akademie lade ich Sie sehr herzlich ein zu diesem Salon über die Liebe. Erleben Sie einen Salon der Wissenschaften und der Künste wie Königin Sophie Charlotte ihn sich erträumte, als sie die Berliner Wissenschaftsakademie ins Leben rief.
 

Günter Stock,
Akademiepräsident

 

Zum Programm (PDF, 4MB) 

Zu den Videos und zur Fotogalerie in der Mediathek 

 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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