Genomchirurgie: Keimbahntherapie beim Menschen?

Workshop und Podiumsdiskussion

11. November 2015

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal, Jägerstrasse 22/23, 10117 Berlin

Unter dem Oberbegriff „Genomchirurgie“ werden neue Verfahren der Gentechnik zur gezielten Änderung von Genomen gefasst. Die Veranstaltung führt in einem wissenschaftlichen Workshop in die Thematik ein und diskutiert offene naturwissenschaftliche, rechtliche und ethische Fragen der Genomchirurgie beim Menschen. Am Abend findet ab 18.30 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema mit verschiedenen Stakeholdern statt.

Genomchirurgie: Keimbahntherapie beim Menschen?
Genomchirurgie: Keimbahntherapie beim Menschen?

Unter dem Oberbegriff „Genomchirurgie“ werden neue Verfahren der Gentechnik zur gezielten Änderung von Genomen subsumiert. Brisant ist dabei, dass die Methodik grundsätzlich auch beim Menschen anwendbar ist. Durch die Veränderung von Keimzellen könnten die Genomänderungen an die Nachkommen vererbt werden. Gerade solche Keimbahn-Eingriffe sind heftig umstritten.


Doch mit welchen Nebenwirkungen ist bei der Genomchirurgie zu rechnen? Sollte die Keimbahntherapie in Deutschland unter bestimmten Bedingungen erlaubt sein? Gibt es hier politischen Handlungsbedarf? Die IAG Gentechnologiebericht fordert in ihrer Analyse „Genomchirurgie beim Menschen“ ein Moratorium von Keimbahnexperimenten zur Klärung der mit ihr verbundenen offenen Fragen. Die Veranstaltung diskutiert naturwissenschaftliche, rechtliche und ethische Fragen einer möglichen Anwendung der Genomchirurgie beim Menschen.

 

Workshop, 15.30 Uhr

Moderation: Martin Zenke, Uniklinik RWTH Aachen / IAG Gentechnologiebericht


Begrüßung
Annette Grüters-Kieslich
Vizepräsidentin der BBAW


Genomchirurgie mit CRISPR - Grundlagen und Perspektiven

Klaus Rajewsky
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Berlin


Rechtsfragen der Keimbahntherapie
Jochen Taupitz
Deutscher Ethikrat
IAG Gentechnologiebericht


Ethische Aspekte der Genomchirurgie beim Menschen
Regine Kollek
Universität Hamburg


Wieso? Weshalb? Warum? Wer nicht fragt ... Zur Kritik der neuen Aufregung um die Genomchirurgie

Peter Dabrock
Universität Erlangen-Nürnberg
Deutscher Ethikrat


18.00 Uhr Pause


Öffentliche Podiumsdiskussion, 18.30 Uhr

Moderation: Volker Stollorz, Wissenschaftsjournalist, Science Media Center Germany


Jens Reich
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Berlin
IAG Gentechnologiebericht

Sigrid Graumann
Evangelische Fachhochschule, Bochum

Stephan Albani
MdB (CDU), Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung
und Technikfolgenabschätzung, Berlin

 

Anmeldung

Bitte melden Sie sich bis zum 4. November 2015 an unter: amendt@bbaw.de. Eine Anmeldung zur Podiumsdiskussion ist nicht erforderlich.

Der Eintritt ist frei.

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