Hans-Lietzmann-Vorlesung 2007: Prof. Dr. Dr. h.c. Hendrik S. Versnel (Leiden): FLUCH UND GEBET: MAGISCHE MANIPULATION VERSUS RELIGIÖSES FLEHEN? Religionsgeschichtliche und hermeneutische Betrachtungen über antike Fluchtafeln.

30. November 2007

BBAW Berlin, Einstein-Saal

Hans-Lietzmann-Vorlesung 2007: Prof. Dr. Dr. h.c. Hendrik S. Versnel (Leiden): Fluch und Gebet: Magische Manipulation versus religiöses Flehen? Religionsgeschichtliche und hermeneutische Betrachtungen über antike Fluchtafeln.

Bei Ausgrabungen wurden in der gesamten griechischen und römischen Welt mehr als 1.500 Fluchtafeln gefunden. Solche sogenannten Defixiones sind üblicherweise beschriftete dünne Bleitäfelchen - dafür gedacht, Taten oder Wohlergehen von Menschen oder Tieren auf übernatürlichem Wege gegen deren Willen zu beeinflussen.

Seit mehr als 25 Jahren richtet Prof. Dr. Dr. h.c. Hendrik S. Versnel den Fokus seiner Forschung auf einschlägige antike Quellen zu Fluch und Gebet und deren Interpretation.

Handelt es sich bei ihnen um einen glaubwürdigen Ausdruck frommer Religiosität oder versteht man sie angemessener als Ausdruck manipulativer Magie? Findet sich in der antiken griechischen Welt überhaupt eine vergleichbare begriffliche Unterscheidung zwischen dem, was wir Magie und religiöses Gebet nennen?

 

Anlässlich der Vorlesung findet die Verleihung des Alexander-Böhling-Preises 2007 statt.

Veranstaltungszeitraum:

18 Uhr

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