"Ich verbitte mir alle ungezogenen Bemerkungen darüber, daß ich Handschriften des Auslands nicht benutzt habe...". Der Zugang zu Manuskripten und Sammlungen und die Erforschung der koptischen Bibel

Erman-Vorlesung 2017

03. November 2017

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Koptische Manuskripte waren für die Grundlegung der ägyptischen Philologie im 19. Jh. unverzichtbar und sind für den Ausbau der ägyptischen Sprachwissenschaft seit der Berliner Schule Adolf Ermans immer noch wertvoll. Die Erman-Vorlesung 2017 wird von Heike Behlmer, Inhaberin des Göttinger Lehrstuhls für Ägyptologie und Koptologie und Leiterin eines Akademieprojekts zur Edition der koptischen Septuaginta, gehalten.

"Ich verbitte mir alle ungezogenen Bemerkungen darüber, daß ich Handschriften des Auslands nicht benutzt habe...". Der Zugang zu Manuskripten und Sammlungen und die Erforschung der koptischen Bibel
"Ich verbitte mir alle ungezogenen Bemerkungen darüber, daß ich Handschriften des Auslands nicht benutzt habe...". Der Zugang zu Manuskripten und Sammlungen und die Erforschung der koptischen Bibel

Mehr noch als andere Literaturen des christlichen Orients hat die der ägyptischen Christen unter Fragmentierung, Zerstreuung und Verlust gelitten. Manuskripte der koptischen Bibel etwa sind in über 100 Museen, Bibliotheken und Sammlungen weltweit zu finden.


Bemühungen, den Text der koptischen Bibel zu rekonstruieren und zu edieren, waren und sind mit dem Problem des Zugangs zu den physischen Handschriften bzw. Fragmenten konfrontiert. Wie erfahren Gelehrte, welche Handschriften existieren und wo sie aufbewahrt werden, wie bekommen sie Erlaubnis (und finanzielle Mittel), Bibliotheken und private Sammlungen zu besuchen, wie regeln Institutionen und Sammler den Leihverkehr? Welche Rolle spielen dabei staatliche Institutionen und wie verändert im 19.Jh., der Zeit enormer Material- und Wissenserweiterungen, die weltpolitische Situation den Zugang zur handschriftlichen Überlieferung „orientalischer“ Kulturen?

 

Der Vortrag soll anhand einiger Beispiele aus der Arbeit an der koptischen Bibel vom 19. Jh. bis heute diesen logistischen, finanziellen und (wissenschafts-)politischen Fragen nachspüren – Fragen, die selbst in Zeiten des Informationsüberflusses noch eine Rolle spielen.

 

Um Anmeldung wird gebeten Anmeldung bis zum 29.10. unter: 

www2.bbaw.de/anmeldung-erman-vorlesung17 

 

 

Begrüßung
Tonio Sebastian Richter
BBAW / Freie Universität Berlin

 

"Ich verbitte mir alle ungezogenen Bemerkungen darüber, daß ich Handschriften des Auslands nicht benutzt habe...". Der Zugang zu Manuskripten und Sammlungen und die Erforschung der koptischen Bibel

Heike Behlmer

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen / Georg-August Universität Göttingen

 

 

 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.

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