Ist Sprache eine Waffe?

Salon Sophie Charlotte 2018

20. Januar 2018

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt 10117 Berlin

Das Akademiegebäude am Gendarmenmarkt wird an diesem Abend von der 1. bis zur 5. Etage mit künstlerisch-wissenschaftlichen Beiträgen bespielt. Kinder und Jugendliche sind zu Schnupperkursen für Gebärdensprache eingeladen. In Lichtinstallationen der Beuth Hochschule für Technik Berlin wird „Die Schönheit der Sprache“ inszeniert, das „Digitale Wörterbuch“ fordert zum Spiel mit Sprache auf und die Schauspielerin Kathrin Angerer liest Tucholskys „Sprache ist eine Waffe. Haltet sie scharf.“

Ist Sprache eine Waffe?
Ist Sprache eine Waffe?

1929 schreibt Kurt Tucholsky alias Peter Panter in einer seiner berühmten Glossen: „Sprache ist eine Waffe. Haltet sie scharf.“ Aber können Worte wirklich die Welt verändern? Der „Salon Sophie Charlotte 2018“ ist dem Nachdenken über die Wirkung von Sprache, über unsere Sprache als Instrument gewidmet. Sprache verändert sich, Sprachen sterben aus, digitale Sprachassistenten revolutionieren unser Leben. Sprache lässt uns träumen, sie dient der Bewusstwerdung, der Verständigung, wir erschaffen mit ihr Utopien ebenso wie Poesie. Sie zeigt uns Möglichkeiten und Grenzen auf und manchmal ist sie auch eine Waffe.


Rund 100 Sprach-Experten, Wissenschaftler und Künstler, gestalten diesen Abend: die Nobelpreisträgerin Herta Müller ebenso wie der Poetry-Slammer Bas Böttcher. Wir fragen nach „politischen Pöbeleien von Luther bis Trump“, ob Recht verständlich sein muss und wie Tiere kommunizieren. Die Sprache des Koran ist ebenso Thema wie Goethes erotische Sprache oder das radikale Zwiegespräch zwischen Dichter und Computer in der Code Poetry. Es geht um die Sprache der Gene und der Formeln wie um die Sprache der Bilder und der Düfte.


Das Akademiegebäude am Gendarmenmarkt wird an diesem Abend von der 1. bis zur 5. Etage mit künstlerisch-wissenschaftlichen Beiträgen bespielt. Kinder und Jugendliche sind zu Schnupperkursen für Gebärdensprache eingeladen. In Lichtinstallationen der Beuth Hochschule für Technik Berlin wird „Die Schönheit der Sprache“ inszeniert, das „Digitale Wörterbuch“ fordert zum Spiel mit Sprache auf und die Schauspielerin Kathrin Angerer liest Tucholskys „Sprache ist eine Waffe. Haltet sie scharf.“


Die Veranstaltung wird teilweise simultan Gebärdensprache übersetzt. Ein Dolmetschteam steht GebärdensprachnutzerInnen ab 20.45 Uhr zum barrierefreien Besuch anderer Veranstaltungen zur Verfügung. Dieser Service wird im Säulen-Saal koordiniert.

 

Während der Veranstaltung werden Foto- und Filmaufnahmen gemacht, die potentiell für Zwecke der allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit in verschiedenen Medien publiziert werden.

 

Bitte kommen Sie ohne große Taschen und Rucksäcke!

SCHÄTZE AUS DER GESCHICHTE DER AKADEMIE

u.a. Herders Abhandlung „Über den Ursprung der Sprache“

 

Gastgeberin: Vera Enke und ihr Team

19 / 20 / 21 / 22 Uhr Führungen durch das Akademiearchiv

Treffpunkt: Foyer Jägerstraße (Getränke und Speisen dürfen nicht mit ins Archiv genommen werden.) 

Gastgeber: Etienne François (Historiker und Akademiemitglied)


18.30 Uhr Von Vögeln. Goethe und die erotische Sprache
Michael Niedermeier (Goethe Wörterbuch, BBAW)


19.30 Uhr Die Dinge in der Schwebe halten – Thomas Manns Sprache der Ironie
Andreas Blödorn (Literaturwissenschaftler,
Vizepräsident der Thomas Mann-Gesellschaft, Universität
Münster, Gast des Villa Aurora & Thomas Mann House e.V.)


20.30 Uhr Die Sprachen des Koran
Etienne François (Historiker und Akademiemitglied) im Gespräch
mit Michael Marx (Corpus Coranicum, BBAW)


21.30 Uhr Abschied vom Mohrenkopf? Die Sprache der „Political Correctness“ 

Dieter Simon (Rechtshistoriker, Präsident der BBAW von 1995 bis 2005)


22.30 Uhr Die fiese Waffe. Antike Fluchinschriften
Klaus Hallof (Inscriptiones Graecae, BBAW)

KINDER- UND JUGENDPROGRAMM
SCHNUPPERKURSE FÜR GEBÄRDENSPRACHE


Gastgeber: Wörterbuch der Deutschen Gebärdensprache, Akademie der Wissenschaften in Hamburg


18.30 / 19.30 / 20.30 Uhr (jeweils 30 Min.)
Wie sagt man in Gebärdensprache „Hallo“ und „Tschüss“?
Wie gebärdet man Tiernamen? Wozu braucht man das
Fingeralphabet? Bei welchen Gebärden kann man die
Bedeutung erraten und warum? Satu Worseck und Olga Jeziorski
(wissenschaftliche Mitarbeiterinnen des Wörterbuchs
der Deutschen Gebärdensprache)
Für Kinder und Jugendliche von 6 bis circa 12 Jahren 

Gastgeber: Der Österreichische Bibelübersetzer – Gottes Wort deutsch, BBAW, Elke Zinsmeister und Martin Schubert

Mittelalterliche Sprachschule (mit Sprachspielen zu mittelalterlichen Schimpfwörtern) und Kurzvorträgen

19 / 20 / 21 / 22 Uhr verporgen wort und zauberlist.
je 15 Minuten Magisches Sprechen in der Darstellung frühneuzeitlicher Hexereitraktate
Lydia Wegener (BBAW)


20 Uhr Ich aber steche mit Schweinsspießen (Martin Luther). Sprachkampf in der Reformationszeit
Rudolf Bentzinger (BBAW)

CODE POETRY: DICHTER UND COMPUTER IM RADIKALEN ZWIEGESPRÄCH

Gastgeber/in: Die Junge Akademie und Jahresthema SPRACHE der BBAW

Literatur und Poesie treffen auf das Digitale.
Ist das ein Widerspruch oder ein jahrhundertelang ersehnter Möglichkeits(t)raum? Was alles ist eigentlich
digitale Literatur?
An praktischen Beispielen zum Ausprobieren und in Diskussionen von Experten digitaler Literatur gehen wir diesen Fragen auf den Grund.


19.00 Uhr Code als Sprache
20.00 Uhr Netz(kunst)literatur
21.00 Uhr Verlegen im Netz


Mit Christiane Frohmann (Gründerin des Frohmann Verlags für digitale Literatur, Berlin), Hannes Bajohr und
Gregor Weichbrodt (Code Poeten,Textkollektiv 0x0), 

Einführung: Christian Stein (Germanist und Informatiker, HU Berlin, Mitglied Die Junge Akademie)

KLEINE SPRACHEN – LINGUISTISCHE FELDFORSCHUNG


Gastgeber: Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS)
u.a. mit Insa Gülzow (Forschungskommunikatorin)

18.30 Uhr Geschichtenerzählen in der Sprache Daakie – Ambrym, Vanuatu
Manfred Krifka (Sprachwissenschaftler, ZAS Berlin)


19.30 Uhr Die Sprache Qaqet Baining mit den Augen der Kinder gesehen – Neubritannien, Papua Neuguinea
Birgit Hellwig (Sprachwissenschaftlerin, Universität zu Köln)


20.30 Uhr Die Trommelsprache von Bora Manguaré – Amazonien, Kolumbien und Peru
Frank Seifart (Sprachwissenschaftler, University of Amsterdam)


21.30 Uhr Bedrohte Sprachen dokumentieren: Eine globale Perspektive
Mandana Seyfeddinipur (Sprachwissenschaftlerin, SOAS London und ZAS Berlin)


22.30 Uhr Die Sprache Hinuq – Dagestan, Russische Föderation
Diana Forker (Sprachwissenschaftlerin, Universität Jena und Universität Bamberg)

 Gastgeberin: Die Junge Akademie


19.00 Uhr Wissen schafft Sprachen – Übersetzen in der Wissenschaft
Mitglieder der Jungen Akademie erkunden mithilfe des Publikums und einer Dolmetscherin für Deutsche Gebärdensprache die Grenzen der Wissenschaftssprachen


21.00 Uhr Leichte Sprache, schwere Sprache
Gesprächsrunde u. a. mit Bettina M. Bock (Sprachwissenschaftlerin, Universität zu Köln), Markus Bösch (Journalist und Unternehmer, Berlin) und Paul Brodowsky (Autor, Berlin) zur Pluralität, Komplexität und sinnvollen Reduktion von (Fach-)Sprache


22.15 Uhr Ausgesprochen
Die Improtheatergruppe IONen Berlin e.V. führt das langsame Auslassen der verbalen Sprache vor

SPRACHKUNST & KUNSTSPRACHE


Gastgeberin: Verena Lepper (Projektleiterin der Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities / AGYA)


18.30 Uhr Erzählkunst aus transkultureller Perspektive

Verena Lepper (Ägyptologin, Berlin, AGYA-Projektleiterin)


19.00 Uhr Abu Fool and the Ghul: eine jordanische Narrengeschichte
Storytelling Performance der palästinensisch-jordanischen Märchenerzählerin Sally Shalabi (Shalabieh al-Hakawatieh,
Amman) in englischer Sprache untermalt mit arabischen Zwischentönen


19.30 Uhr Sprache und künstliche Intelligenz: zur Interaktion von Mensch und Maschine
Podiumsdiskussion in englischer Sprache mit Oliver Korn (Informatiker, Offenburg, AGYA-Mitglied), Ahmed Khalil
(Physiker, Kairo, AGYA-Mitglied), Christian Fron (Althistoriker, Heidelberg, AGYA-Mitglied), Dominik L. Michels (Mathematiker und Informatiker, Thuwal, AGYA-Mitglied), Moderation: Ahmed Hegazy (Mediziner, Berlin, AGYA-Mitglied)


20.30 Uhr Schrift-Art: Bilder der arabischen und deutschen Sprache

Kalligraphie-Ausstellung und Liveacts von Torsten Kolle (Künstler, Braunschweig) und
Abdul Razak Shaballout (syrischer Künstler, Berlin)


21.00 Uhr Sprache und Identität in der arabischen Welt und Deutschland

Vortrag in englischer Sprache von Tamirace Fakhoury (Politikwissenschaftlerin, Byblos, AGYA-Mitglied)


21.30 Uhr ‚Timeless Tales’: Erzählkunst im Zeitalter der Digitalisierung
Gespräch mit der palästinensisch-jordanischen Märchenerzählerin Sally Shalabi (Shalabieh al-Hakawatieh,
Amman) in englischer Sprache Moderation: Beate Ulrike La Sala (Philosophin, Berlin, AGYA-Mitglied)


22.00 Uhr Wunschgeschichten zur Guten Nacht

Storytelling Performance mit Sally Shalabi (Shalabieh al-Hakawatieh, Amman) in englischer Sprache untermalt mit
arabischen Zwischentönen 

SPRACH-FORSCHUNGSPROJEKTE DER AKADEMIE


Gastgeber: Reinhold Kliegl (Psychologe, Universität Potsdam und Akademiemitglied)


19.00 Uhr Typisch Berlinisch: Aufstieg oder Verfall? Über die Berliner Stadtsprache von den Anfängen bis heute
Michael Solf (Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, BBAW)


20.00 Uhr Zwischen Musikalität und Logizität. Zu Schleiermachers Theorie der Poesie.
Holden Kelm (Schleiermacher-Arbeitsstelle, BBAW)


21.00 Uhr „Italienisch? Französisch? Deutsch? Mehrsprachige Kindererziehung in der Familie Humboldt“
Ute Tintemann (ehemals Wilhelm von Humboldt-Ausgabe, BBAW)


22.00 Uhr „Der feinste Linienteiler der Unendlichkeit,das Scheidewasser des Chaos“
Jean Paul über Sprache
Markus Bernauer (Jean Paul Edition, BBAW)

Gastgeber: Günter M. Ziegler
(Mathematiker, FU Berlin, Akademiemitglied)


19.00 Uhr Sprache ist eine Waffe
Lesung aus Texten von Kurt Tucholsky
Kathrin Angerer (Schauspielerin, Berlin) und Helmut Schwarz (Chemiker und Akademiemitglied)


20.00 Uhr Gendern im Wandel: Von der Gleichstellung der Frau zum Kampf gegen das natürliche Geschlecht
Gespräch mit Peter Eisenberg (Linguist, Universität Potsdam)


21.00 Uhr Yo, du Bastard. Was geht, du Bitch?
Gespräch mit Nils Bahlo (Sprachwissenschaftler, Universität Münster)


22.00 Uhr Die Sprache der Düfte
Gespräch mit Hanns Hatt(Geruchsforscher, Ruhr-Universität Bochum, und Präsident der Akademienunion) 

Zugang über das Foyer der BBAW, Markgrafenstraße 38


DIE MACHT DER POESIE


Gastgeberin: Max-Planck-Gesellschaft


19.00 Uhr Herzrasen und Gänsehaut.
Gedichte als physiologische Erregungskunst Vortrag und Musik aus dem Studiencorpus Winfried Menninghaus (Direktor am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik Frankfurt/M. und Akademiemitglied)


20.00 Uhr Mein Herz und deine Stimme
Romantische Liedvertonungen von Schubert bis Strauss. Philipp Mayer, Bass-Bariton, und Kristina Krahn, Klavier
(Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin)


21.00 Uhr Gedichte sind buchstäblich melodisch: Die Macht der Musik in der Sprache
Vortrag und Musik aus dem Studiencorpus. Mathias Scharinger (Philipps Universität Marburg und Assoziierter Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, Frankfurt/M.)


18–24 Uhr Infokiosk

Die Max-Planck-Gesellschaft und das neue Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik
in Frankfurt/M. stellen sich vor. Was ist schön? Testen Sie sich selbst!

Gastgeberin: Ute Frevert (Historikerin und Akademiemitglied)


19.00 Uhr Sprache kann mehr als ich
Terézia Mora (Schriftstellerin und Übersetzerin, Berlin)
im Gespräch mit Ernst Osterkamp (Literaturwissenschaftler, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt, und Akademiemitglied)


20.00 Uhr Die Worte schlafen nicht
Durs Grünbein (Dichter und Essayist, Dresden) im Gespräch mit Norbert Miller (Literaturwissenschaftler und Akademiemitglied)


21.00 Uhr Das Gedicht des Gedichts
Michael Lentz (Schriftsteller, Dichter und Lautpoet, Berlin) im Gespräch mit Wolfgang Klein (Psycholinguist und
Akademiemitglied)

 

Gastgeber: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, BBAW

19–23 Uhr

Station 1 Ratespiel Kollokationen
Erraten Sie aus Schlagwortwolken das dazugehörige Wort.

Station 2 Schlag den Lexikographen
Finden Sie die richtige Definition für ein vorgeschlagenes Wort. Fachkundige Lexikographen unterstützen Sie.

Station 3 Begriffsgeschichte interaktiv
Verfolgen Sie live die begriffsgeschichtliche Analyse von Worten der „DDR-Sprache“. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam 

Gastgeber: Studienstiftung des deutschen Volkes e. V.


19.00 Uhr Haltung: Über den Mut beim literarischen Übersetzen
Frank Heibert (Übersetzer, Autor, Musiker, Berlin)

Sprache ist eine Waffe, ob gesichert oder scharf. Doch was macht sie dazu? Wie wird sie treffsicher? Diese Fragen sind nicht nur zum Verständnis politischer Diskurse entscheidend, sondern auch beim Übersetzen von Literatur - in faszinierend analoger Weise.

 

20.00 Uhr Text-Probe-Bühne: Über Sprache und Macht im Theater
Jan Philipp Gloger (Regisseur, Nürnberg)

„Denn beim in Ordnung bringen bringt man wohl oder übel andere zum Singen“

Peter Handke schreibt über sein Theaterstück „Kaspar“, es zeige „wie jemand durch Sprechen zum Sprechen gebracht wird.“ Der 1967 uraufgeführte moderne Klassiker ist ein paradigmatischer Text über das Verhältnis von Sprechen und gesellschaftlichen Machtstrukturen. Jan Philipp Gloger legt in seiner Auseinandersetzung ein narratives Netz über Handkes Sprach-Strukturen, das als Reise durch die (deutsche) Geschichte lesbar ist.

 


21.00 Uhr Ohne Worte. Was wir von Menschenaffen über unsere Sprache lernen können.
Katja Liebal (Entwicklungspsychologin, Freie Universität Berlin)

Während Sprache ein einzigartig menschliches Merkmal ist, benutzen Menschenaffen ebenfalls eine Vielfalt an nicht-sprachlichen Kommunikationsformen, wie Gestik und Mimik. In diesem Vortrag werden aktuelle Forschungsprojekte zur gestischen und mimischen Kommunikation der Menschenaffen vorgestellt. Dabei sollen zum einen die methodischen Herausforderungen der Arbeit mit anderen Primaten, aber auch die möglichen Rückschlüsse von dieser artvergleichenden Forschung auf die Ursprünge und Evolution menschlicher Sprache diskutiert werden.

 

22.00 Uhr EGOKOLLEKTIV: Die wortgewordene Schnittstelle
Peter Zizka (Designer, Kurator, Frankfurt/M. / Berlin) 

Kommunikationsdesign ist in unserer visuell geprägten Welt allgegenwärtig und aus der Sprachvermittlung kaum wegzudenken. Permanent an der Grenze zwischen individuellen und kollektiven Interessen agierend, ist dieses gestaltete Dazwischen aber auch stets gefährdet in ein ökonomisiertes Minenfeld zu geraten. Im fiebrigen Wettbewerb wird dann auch mal eine AK 47 zum schlagenden Verkaufsargument. Gibt es Wege aus diesem Dilemma? Peter Zizka geht auf die Suche nach alternativen, wörtlichen Gestaltungspositionen und umreisst anhand eigener und anderer Arbeiten die Möglichkeit diskursiv zu agieren.

 

Der Akademiechor tritt auf

19 / 20 / 21 / 22 Uhr je 10 Minuten


Künstlerische Leitung: Jürgen Trapp

 

 

Gastgeberin: Patricia Schlesinger (Intendantin Rundfunk Berlin-Brandenburg)


18.00 Uhr Eröffnung
Martin Grötschel (Akademiepräsident)


18.10 Uhr  Slamposium

Bas Böttcher (Slampoet, Berlin) und Frank Braun (Musikpoet, Berlin)


18.30 Uhr In jeder Sprache sitzen andere Augen
Herta Müller (Schriftstellerin, Berlin) im Gespräch mit Christoph Markschies (Kirchenhistoriker und Vizepräsident der Akademie)


19.30 Uhr Dr. Doolittle, zur Hilfe bitte! Möglichkeiten und Grenzen, die Kommunikation von Tieren zu verstehen
Julia Fischer (Primatenforscherin, Universität Göttingen und Akademiemitglied) und Onur Güntürkün (Biopsychologe, Universität Bochum), Moderation: Andreas Sentker (Journalist, DIE ZEIT)


20.30 Uhr Politische Pöbeleien von Luther bis Trump
Jürgen Kaube (Mitherausgeber der FAZ) im Gespräch mit Uffa Jensen (Historiker, MPI für Bildungsforschung, Berlin) und Christoph Möllers (Rechtswissenschaftler, HU Berlin und Akademiemitglied)


21.30 Uhr Sprachrausch und Sprachdürre 
Sibylle Lewitscharoff (Schriftstellerin, Berlin) im Gespräch mit Jürgen Trabant (Romanist und Akademiemitglied)

 

22.30 Uhr Siri, Alexa & Co: Wie digitale Sprachassistenten unser Leben verändern
Jens Redmer (Google, Principal New Products), Wolfgang Wahlster (Informatiker, Deutsches Forschungszentrum
für Künstliche Intelligenz GmbH Saarbrücken und Akademiemitglied), Ulrich Woelk (Schriftsteller, Berlin),
Moderation: Dorothee Nolte (Journalistin, Der Tagesspiegel)


23.30 Uhr Slamposium
Bas Böttcher (Slampoet, Berlin) und Frank Braun (Musikpoet, Berlin)

Gastgeber: Wilhelm Voßkamp (Literaturwissenschaftler und Akademiemitglied)


18.30 Uhr . . . . . . . . . . . . . . Die Mathematiker sind eine Art Franzosen

Jochen Brüning (Mathematiker und Akademiemitglied)


19.30 Uhr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Schallhalla: Stimmkrieger im Tierreich

Constanze Scharff (Verhaltensbiologin, FU Berlin, und Akademiemitglied)


20.30 Uhr . . . . . . . . . . Bad English, die weltmännische Sprachprothese der Naturwissenschaftler

Jürgen Trabant (Sprachwissenschafl er und Akademiemitglied) im Gespräch mit Ferdinand Hucho (Biochemiker und Akademiemitglied) und Carsten Hucho (Physiker und Koordinator, Paul-Drude-Institut, Berlin)


21.30 Uhr . . . . . . . . . . . . . . . Sprachen als Schlüssel zur Vergangenheit

Johann-Mattis List (Linguist, Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte, Jena)


22.30 Uhr . . . . . Ein chemisches Element schreibt Kriminalgeschichte

Georg Süss-Fink (Chemiker, Universität Neuchâtel, Kriminalautor) und Matthias Driess (Chemiker, TU Berlin, Akademiemitglied)

Gastgeber: Turfanforschung, BBAW


Auf der Seidenstraße, dem alten Handelsweg zwischen Osten und Westen, lebten verschiedene Völker nebeneinander, die unterschiedliche Sprachen gesprochen haben. Diese Sprachen wurden in unterschiedlichen Schriften auf Papier dokumentiert und sind Arbeitsgegenstand der Turfanforschung der BBAW.


19–22 Uhr Vorträge über Sprachen und Schriften an der Seidenstraße, Besichtigung von Originalfragmenten

Gastgeber: Peter-André Alt (Präsident FU Berlin)


19.00 Uhr Fluch, Schmähgesang, Hasspredigt – Zum Verhältnis von Sprache und Gewalt
Barbara Stollberg-Rilinger (Historikerin und Akademiemitglied) im Gespräch mit Martin Jehne (Althistoriker, TU Dresden), Gerd Schwerhoff (Historiker des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, TU Dresden), Willibald Steinmetz (Historiker, Neue und Neueste Geschichte, Universität Bielefeld) und Martin Zimmermann (Althistoriker, LMU München)


20.00 Uhr Muss Recht verständlich sein?
Streitgespräch zwischen Dieter Simon (Rechtshistoriker, Präsident der BBAW von 1995 bis 2005) und Wolfgang Klein (Linguist und Akademiemitglied), Moderation: Christoph Markschies (Kirchenhistoriker und Vizepräsident der Akademie)


21.00 Uhr Die Kunst -  zur Sprache gebracht

Andreas Beyer (Kunsthistoriker, Universität Basel) und Ernst Osterkamp (Literaturwissenschaftler, Präsident der Deuschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt, und Akademiemitglied)  

 

22.00 Uhr Ein Text oder viele? Sieben verschiedene Interpretationen ein und desselben Gedichts
Christoph Markschies (Kirchenhistoriker, HU Berlin, Vizepräsident der Akademie) im Gespräch mit Wolfgang Klein (Linguist und Akademiemitglied) sowie Ernst Osterkamp (Literaturwissenschaftler, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt, und Akademiemitglied) 

SPEAK-DATING


Gastgeberin: Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Moderator: Bernd Hillemeier (Technikwissenschaftler und Akademiemitglied)

 

18.30 – 22 Uhr Sprachprojekte aus dem Akademienprogramm laden zum interaktiven Kennenlernen ein

Gebärdensprache – Ein Wörterbuch für die Sprache der Hände
Akademie der Wissenschaften in Hamburg

 

Außerdem: Treffpunkt für Gehörlose, die Dolmetscher für den Abend buchen möchten.


Schmidt, Kowalski, Demirci – Familiennamen digital
Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz


Wortschatz im Wandel – das Altägyptische Wörterbuch
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

 

Sprachreise durch die „Alte Welt“ an der Hörstation
Wie klingen Hieroglyphen oder Hethitisch und Hurritisch? Wie unterscheidet sich das Altgriechische vom Neugriechischen? Und woher weiß man, wie sich Latein angehört hat? Hören Sie rein! 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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