In der Berliner Wissenschafts- und Kulturlandschaft des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts nahm Mommsen eine herausragende Stellung ein: Sein Wirken reichte weit über die Grenzen der Altertumswissenschaften hinaus und verband ihn mit zentralen Akteuren des öffentlichen Lebens der Hauptstadt.
Ein besonderer Blick fällt auf die enge gesellschaftliche Verbindung zwischen den Familien von Theodor Mommsen und Max Weber. Beide Familien waren Nachbarn in Charlottenburg, durch Heirat miteinander verwandt und gemeinsam präsent in Berlins akademischer wie politischer Geselligkeit. Für Max Weber, den später berühmten Soziologen, wurde Theodor Mommsen zu einem intellektuellen Vorbild.
Die Veranstaltung zeigt, wie diese Netzwerke entstanden, welche gesellschaftlichen Räume sie prägten und wie sie Mommsens Einfluss in Wissenschaft und Öffentlichkeit stärkten. Neue Forschungsperspektiven machen sichtbar, wie eng persönliche Beziehungen, akademische Kooperationen und politische Debatten in Mommsens Berliner Umfeld miteinander verwoben waren. Die Teilnehmer der Veranstaltung erhalten einen lebendigen Einblick in ein prägendes Kapitel der Berliner Gelehrtenkultur.
Mit Rita Aldenhoff-Hübinger (Europa-Universität Viadrina Frankfurt / Oder), Gangolf Hübinger (Europa-Universität Viadrina Frankfurt / Oder), Akademiepräsident Christoph Markschies und Stefan Rebenich (Universität Bern).