Reale Utopien? Symposium zur Ausstellung „Tomás Saraceno. Cloud Cities“

Transdisziplinäres Symposium

13. Dezember 2011

Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin, Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin

Der Künstler und Architekt Tomás Saraceno entwirft schwebende Städte und erforscht die Möglichkeiten fliegender Behausungen als Alternative zum Leben auf der Erdoberfläche. Diese und eine Vielzahl seiner weiteren Arbeiten tragen zu einer Debatte über andere Arten von Wohnen, Mobilität und Kommunikation bei. Begleitend zur Ausstellung im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin findet ein multidisziplinäres Symposium mit dem Künstler, Architekten und Wissenschaftlern statt.

Reale Utopien? Symposium zur Ausstellung „Tomás Saraceno. Cloud Cities“
Reale Utopien? Symposium zur Ausstellung „Tomás Saraceno. Cloud Cities“

„Die Utopie existiert bis zu ihrer Verwirklichung.“ Tomás Saraceno

 

Der Künstler und Architekt Tomás Saraceno entwirft schwebende Städte und erforscht die Möglichkeiten fliegender Behausungen als Alternative zum Leben auf der Erdoberfl äche. Damit begegnet er zunehmenden globalen Herausforderungen wie dem Bevölkerungswachstum und dem Klimawandel. Diese und eine Vielzahl seiner weiteren Arbeiten tragen zu einer Debatte über andere Arten von Wohnen, Mobilität und Kommunikation bei. Jede seiner Installationen ist eine Einladung über alternatives Wissen und über Veränderungen der Welt, in der wir leben, in wissenschaftlichen, sozialen und ökologischen Kontexten nachzudenken.

 

Saracenos futuristische Entwürfe sind getragen von neuen Konzepten der Synergiebildung, wobei er immer von der Machbarkeit seiner utopischen Visionen ausgeht. Bei der Umsetzung seiner „realisierbaren Utopien“ ist für den Künstler ein multidiziplinärer Ansatz zentral. Wie schon sein Vorbild R. Buckminster Fuller verbindet er in seinen Arbeiten die Disziplinen Ökologie, Architektur, Soziologie, Astrophysik, Neurowissenschaft und Bionik.

 

Begleitend zu der Ausstellung „Tomás Saraceno. Cloud Cities“ findet ein transdisziplinäres Symposium mit dem Künstler, Wissenschaftlern und Architekten statt, die die Exponate der Schau aus ihrer jeweiligen Perspektive diskutieren. Dem experimentellen Charakter der Arbeiten Saracenos entspricht das gewählte Format der Veranstaltung direkt im Ausstellungsraum. Das Symposium fragt unter dem Titel „Reale Utopien?“ danach, wann Visionen im Zuge wissenschaftlicher Fortentwicklung Realität werden, aber auch umgekehrt, wie wissenschaftliche Forschung mit Utopien in den verschiedenen Disziplinen umgeht.

 

Das Symposium wird veranstaltet vom Hanse-Wissenschaftskolleg und dem Jahresthema 2011|12 „ArteFakte. Wissen ist Kunst - Kunst ist Wissen“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit dem Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart.

 

Zum Jahresthema 

 

 

PROGRAMM

 

19.00

Grußwort
Udo Kittelmann
Direktor der Nationalgalerie
Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Einführung und Moderation
Friedrich von Borries
Professor für Designtheorie und kuratorische Praxis
Hochschule für bildende Künste Hamburg
Mitglied des Beirates zum Jahresthema "ArteFakte"
der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Podium
Tomás Saraceno
Architekt und Künstler
Studio Tomás Saraceno, Frankfurt a. M.

Shoji Sadao
Architekt
Fuller and Sadao PC, New York, USA

Reto Weiler
Rektor des Hanse-Wissenschaftskollegs
Professor für Neurobiologie, Universität Oldenburg

sowie
Klaus Bollinger
Ingenieur
Bollinger + Grohmann Ingenieure
Frankfurt a. M., Deutschland

Susanne von Falkenhausen
Professorin für Neuere Kunstgeschichte
Humboldt-Universität zu Berlin

Anke Jentsch

Professorin für Störungsökologie und Vegetationsdynamik
Universität Bayreuth

Elizabeth A. Povinelli

Professorin für Anthropologie
Columbia University, New York, USA

Katharina Schlüter
Kuratorin der Ausstellung „Tomás Saraceno. Cloud Cities“
Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin


Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt.

Eintritt ist frei. Eine Anmeldung unter jahresthema@bbaw.de ist bis spätestens 30. November 2011 erforderlich.

© 2020 Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften