Stiften, Schenken, Prägen. Motive, Formen und Folgen zivilgesellschaftlicher Wissenschaftsförderung

Internationale Tagung

14. - 15. Oktober 2010

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Seit einigen Jahren steigt in Deutschland das nichtstaatliche Engagement für die Wissenschaft deutlich: Es gibt mehr und mehr private Stipendien- und Austauschprogramme, Stiftungsprofessuren und privat finanzierte Universitäten. Wie sind diese Entwicklungen aus wissenschaftlicher und praktischer Sicht zu bewerten?

Stiften, Schenken, Prägen. Motive, Formen und Folgen zivilgesellschaftlicher Wissenschaftsförderung
Stiften, Schenken, Prägen. Motive, Formen und Folgen zivilgesellschaftlicher Wissenschaftsförderung

Stiftungsuniversitäten und –professuren werden zahlreicher, Wissenschaftsmäzenatentum hat viele Formen. Zeigt sich darin wachsendes bürgerschaftliches Engagement, das private Vermögen gemeinnützigen Zwecken zuführt, oder der Rückzug des Staates aus seiner Bildungsverantwortung mit Gefahren für unabhängige Forschung und Lehre? Vor dem Hintergrund dieser und weiterer Fragen soll erörtert werden, welche Aufgaben Staat und private Akteure in der Wissenschaft in Zukunft wahrnehmen werden.

 

Beleuchtet werden die Bedingungen und Erfolge, aber auch die Rückschläge privater Wissenschaftsförderung, die aus historischer, sozialwissenschaftlicher und praktischer Sicht. Unterschiedliche internationale Entwicklungen, ihre kulturellen und sozialen Voraussetzungen sowie die entsprechenden Praktiken des bürgerschaftlichen Engagements für die Wissenschaft werden vorgestellt und diskutiert.


Die Tagung wird von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Zusammenarbeit mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und dem Bundesverband Deutscher Stiftungen durchgeführt und von der VolkswagenStiftung und der Heckmann Wentzel-Stiftung gefördert.
 

 

Freitag,15. Oktober 2010

9.30 Uhr

Sektion III

INNOVATIONSPOTENTIAL UND REFORMFÄHIGKEIT ZIVILGESELLSCHAFTLICHER WISSENSCHAFTSFÖRDERUNG IM INTERNATIONALEN VERGLEICH

 

United States and European Perspectives on the Legitimacy of Philanthropic Foundations

Kenneth Prewitt
 New York

 

Philanthropic Foundations in Europe: Comparative Perspectives - Past and Present

Helmut Anheier

Berlin


Kommentar
Helga Haftendorn, Berlin

 

Moderation

Axel Horstmann, Hannover
 

12 Uhr

Mittagspause

 

13.00 Uhr

Sektion IV

ERFOLGE UND PROBLEME DER ZIVILGESELLSCHAFTLICHEN WISSENSCHAFTSFÖRDERUNG

 

Wider die Unterkomplexität der Bildung als ´öffentliches Gut´

Ein internationaler Vergleich staatlicher Ansätze zur zivilgesellschaftlichen Bildungsfinanzierung

Stephan A. Jansen
Friedrichshafen

 

Fremdkörper oder Innovatoren im System?

Zur Entwicklung der Stiftungsprofessuren in Deutschland

Volker Meyer-Guckel
Essen

 

Kommentar
Stephan Kuhlmann, Twente

 

Moderation

Peter Weingart, Bielefeld
  

15 Uhr

Kaffeepause

 

15.30 Uhr

Abschlussdiskussion 

GESCHENKT? CHANCEN UND GRENZEN ZIVILGESELLSCHAFTLICHER WISSENSCHAFTSFÖRDERUNG

 

Wilhelm Krull

Hannover

 

Christoph Markschies

Berlin

 

Jan Philipp Reemtsma

Hamburg

 

Gesine Schwan

Berlin

 

Moderation:

Jürgen Kocka

Berlin

 

Ende der Tagung:  17.00 Uhr.
 

Donnerstag, 14. Oktober 2010

 

11.30 Uhr

Tagungsauftakt

 

Begrüßung

Günter Stock

Akademiepräsident

 

Einführung

Jürgen Kocka

Vizepräsident der Akademie

 

Die Früchte der Neugier

Innovationskultur und Wissenschaftsförderung aus europäischer und amerikanischer Perspektive

Helga Nowotny

Wien

 

12.30 Uhr

Kaffeepause

 

13.30 Uhr

Sektion I

ENTWICKLUNG UND PHASEN DES WISSENSCHAFTSMÄZENATENTUMS

 

Stiftung und Wissenschaft

Historische Argumente für eine Wahlverwandtschaft

Michael Borgolte
Berlin

 

Mäzenatische Förderung von Wissenschaft im 19. und 20. Jahrhundert

Gabriele Lingelbach
Bamberg

 

Kommentar

Rupert Graf Strachwitz, Berlin

 

Moderation
Wolfgang Neugebauer, Würzburg



15.00 Uhr

Kaffeepause

 

16.00 Uhr

Sektion II

BEDINGUNGEN, MOTIVE UND FORMEN ZIVILGESELLSCHAFTLICHER WISSENSCHAFTSFÖRDERUNG

 

Warum spenden wir?

Zur Soziologie mäzenatischen Handelns

Frank Adloff
Erlangen - Nürnberg

 

Women, Philanthropy, and Science

Kathleen McCarthy
New York

 

Kommentare
Heinz-Rudi Spiegel, Essen

Stefan von Holtzbrinck, Stuttgart
 

Moderation

Mitchell Ash, Wien

 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung unter werner@bbaw.de ist erforderlich.

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