Visionen der Synthetischen Biologie.

Öffentliche Abendveranstaltung

15. März 2018

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Die Synthetische Biologie gilt als zukunftsgestaltende Technologie. Wie aber genau wird diese Zukunft für uns aussehen? Verändert sie unser Verständnis von Gesundheit und Krankheit? Liefert sie Lösungen angesichts des aktuellen Ressourcenmangels? Welche Rolle kommt ihr im Kontext von Biodiversität zu? Anhand von Szenarien werden verschiedene Vorstellungen von Zukunft durchgespielt.

Visionen der Synthetischen Biologie.
Visionen der Synthetischen Biologie.

 

Leben ist machbar, lautet die Devise der Synthetischen Biologie. In ihren radikalen Entwürfen werden Lebewesen mit völlig neuen Funktionen zusammengesetzt: Organismen, die Giftstoffe detektieren und unschädlich machen, Krebs effektiv bekämpfen und die bisher erdölbasierte Industrieproduktion durch eine biobasierte Produktion ersetzen. Die Entwicklungen und Anwendungen der Synthetischen Biologie stecken jedoch noch in den Anfängen, eine zukünftige Überlegenheit und ökonomische Durchsetzungsfähigkeit ist spekulativ.

 

Die kollektiven Geschichten von der Zukunft der Synthetischen Biologie sind aber weder Übertreibung noch Beiwerk zu naturwissenschaftlicher Forschung und industrieller Anwendung. Die zukünftige Entwicklung der Synthetischen Biologie wird stark vom Engagement öffentlicher und privater Forschung abhängen, von den politischen Rahmenbedingungen, den gesellschaftlichen Ansprüchen und davon, wer in welcher Form die Innovationen entwerfen, entwickeln und nutzen wird. 


Geschichten, Visionen und Szenarien verorten die Technologie in einer gesellschaftlichen Zukunft und können damit die Grundlage für eine gesellschaftliche Ko-Konstruktion der Technologie vorantreiben.

 


Der Vortragsabend findet im Anschluss an einen Workshop statt, in dem über Zukunftsszenarien gesellschaftliche Herausforderungen in der Synthetischen Biologie erarbeitet werden. Die Ergebnisse des Workshops können im Anschluss an den Vortrag diskutiert werden.

 

 

Dr. Petra Schaper-Rinkel forscht als Politikwissenschaftlerin zu technischen Zukünften und zu den Instrumenten, mit denen sich Zukunftstechnologien gesellschaftlich gestalten lassen. In EU-Forschungsprojekten entwickelt sie partizipative Zukunftsprozesse, Szenarien und Meta-Narrative der Zukunft und analysiert die Praxen des Zukunft-Machens und die politischen Erwartungen an Zukunftstechnologien. Am AIT Austrian Institute of Technology in Wien ist sie verantwortlich für Technikfolgenabschätzung und Foresight für das Österreichische Parlament.

 

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 8.3.2018 unter anmeldung(at)scheringstiftung.de 

 

Begrüßung
Ferdinand Hucho
Stellvertretender Sprecher der IAG »Gentechnologiebericht« der BBAW

 

Abendvortrag
Visionen der Synthetischen Biologie – Warum Zukunftstechnologien Imagination brauchen
Petra Schaper-Rinkel

AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Wien

 

Moderation
Heiner Fangerau
Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Mitglied der IAG »Gentechnologiebericht« der BBAW

 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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