Wilhelm von Humboldt: Universalität und Individualität

Tagung

08. - 10. April 2010

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Jägerstrasse 22/23, 10117 Berlin

Die Tagung aus Anlass des 175. Todestages Wilhelm von Humboldts nimmt das Gesamtwerk dieses Gelehrten in den Blick.

Wilhelm von Humboldt: Universalität und Individualität
Wilhelm von Humboldt: Universalität und Individualität

Die Tagung aus Anlass des 175. Todestages Wilhelm von Humboldts nimmt das Gesamtwerk dieses Gelehrten in den Blick. Unter den Stichworten "Universalität und Individualität" wird ein Gegensatz beleuchtet, der Humboldts Denken auf den unterschiedlichen Feldern seines Wirkens bestimmt, gleich ob er die Sprachen, den Charakter Goethes und Schillers oder Fragen der Bildung und der Politik untersucht. Zugleich stellt Humboldt die Frage nach dem Ort des Menschen in der Welt, indem er "die höchste und proportionierlichste Bildung der Kräfte zu einem Ganzen" als den "den wahren Zweck des Menschen" bestimmt und sich dabei sowohl auf das Individuum als auch auf die Menschheit bezieht. Die Spannung von Individualität und Universalität weist über Humboldt hinaus auf sich verschärfende Polaritäten aktueller Kultur und Politik.

19.00 Uhr BEGRÜßUNG UND ERÖFFNUNG

Günter Stock (Berlin)

Akademiepräsident
 

19.15 Uhr VORTRAG 

Jürgen Trabant (Berlin/Bremen)

Die Arbeit des Geistes. Wilhelm von Humboldts historische Anthropologie der Sprache

Fettgedruckter Text 

Freitag, 9. April 2010

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I. Anthropologie, Poetologie, Textgestalt

 

09.30    Conrad Wiedemann (Berlin)

Bausteine der Individualität. Über Wilhelm von Humboldt als Beobachter

 

10.15    Manfred Geier (Hamburg)

Wilhelm von Humboldts ‚Bildungstrieb’. Über die organische Natur der Bildung menschlicher Kräfte zu einem Ganzen

 

Kaffeepause

 

11.30    Ute Tintemann (Berlin)

Das Universelle vor dem Individuellen. Zur Gestalt der Texte Wilhelm von Humboldts

 

12.15    Ernst Osterkamp (Berlin)

Eignes Wesen und eigne Bahn. Individualität und Universalität in Wilhelm von Humboldts Sonetten

 

Mittagspause

 

 

II. Sprache – Philosophie

 

14.30    Denis Thouard (Berlin)

Humboldt und die Neigung zu den Sprachen: Die Individualität der Universalität

 

15.15    Tilman Borsche (Hildesheim)

Humboldts These von der Individualität der Einzelsprache. Metapher oder Terminus?

 

16.00    Kaffeepause

 

16.30    John E. Joseph (Edinburgh)

Small Universes and Big Individuals. Locating Humboldt in Evolving Conceptions of Language

 

17.15    Donatella di Cesare (Rom)

Die Sprache als Paradigma der kommenden Gemeinschaft. Über Humboldt in der Zukunft


 

III. Sprache – Anthropologie – Politik

 

09.30    Christian Stetter (Aachen)

Sprachliche Ansichten der Welt. Wilhelm von Humboldts Lösung eines Kant’schen Problems

 

10.15    Jean Rousseau (Paris/Berlin)

La place de la Nation

 

11.00    Kaffeepause

 

11.30    Markus Messling (Potsdam)

L’Homme? – Destruktion des Menschen in der Humboldt-Rezeption bei Gobineau

 

12.15   James W. Underhill (Grenoble)

The Absence of Individuality and Personality in Anglo-American Linguistics: Reflections on Humboldt and Sapir

 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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