Zum Verhältnis von Sprache und Kognition

Öffentlicher Abendvortrag

20. März 2018

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Der Zusammenhang von Sprache und Kognition ist seit der Antike Gegenstand sprachphilosophischer und sprachwissenschaftlicher Theorien. Methoden der empirischen Linguistik, der Psychologie und der Neurowissenschaften werden heute eingesetzt, um zu klären, inwieweit kognitive Prozesse an die Sprache gebunden sind.

Zum Verhältnis von Sprache und Kognition
Zum Verhältnis von Sprache und Kognition

 Auf ausgetretenen Pfaden läuft man schneller

 

Seit zweieinhalbtausend Jahren wird über den Zusammenhang zwischen Denken und Sprache diskutiert, allerdings auf magerer Faktenbasis. Hier eröffnet die empirische Sprachwissenschaft neue Wege. Experimentelle Untersuchungen haben gezeigt, dass Sprecher unterschiedlicher Sprachen für die Darstellung ein und derselben Situation nicht nur unterschiedliche Inhalte auswählen, sondern bereits bei der visuellen Wahrnehmung unterschiedliche Aufmerksamkeitsmuster zeigen und sich auch in ihrer Gedächtnisleistung unterscheiden. Auf der Grundlage dieser Befunde sollen einige grundsätzliche Fragen beleuchtet werden: Wie tief prägt die Sprache unsere Denkmuster? Sind mehrsprachige Sprecher nicht ein klarer Gegenbeweis gegen die Relativismusthese? Kann man überhaupt kulturelle Einflüsse von sprachlichen trennen?

 

Anmeldung bis zum 16.03. 2018 unter www.bbaw.de/anmeldung-sprache-kognition 

 


Vortrag: Christiane von Stutterheim

 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.

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