„Wissenschaft und ich?!“ – Bürgerinnen und Bürger tauschen sich auf Marktplätzen über Wissenschaft aus

„Wissenschaft und Ich?!" auf dem Museumsplatz in Gera

Wissenschaft im direkten Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern, auf dem Marktplatz und im öffentlichen Raum, zu zweit oder in kleiner Gruppe, die globalen Herausforderungen und Krisen genauso in den Blick nehmend wie die Probleme und Konflikte im persönlichen, lokalen oder regionalen Umfeld. Mit diesem neuen Dialogformat luden DFG , BBAW, HRK  und Akademienunion  an drei aufeinanderfolgenden Samstagen im Juni Bürgerinnen und Bürger zum Austausch über Wissenschaft ein: auf dem Kornmarkt im sächsischen Zwickau (1. Juni), dem Neustädtischen Markt in Brandenburg an der Havel (8. Juni) sowie eine Woche später auf dem Museumsplatz im thüringischen Gera (15. Juni).

Das – durchaus experimentell angelegte – Dialogformat, das jeweils auch engagiert von den lokalen Hochschulen unterstützt wurde, traf an allen drei Orten auf großes Interesse. Es fanden eine Vielzahl an Gesprächen statt, offen und interessiert, zum Teil auch kontrovers, aber stets konstruktiv. Eine kleine Ausstellung attraktiver Anschauungsobjekte wie z.B. in Zwickau der Hotzenblitz, Deutschlands erster in Serie und ausschließlich als Elektrofahrzeug gebauter (Klein-)PKW, ein Playmobil-Kinderkrankenhaus in Brandenburg oder das Bessler Rad, das erste Perpetuum Mobile aus dem 18. Jahrhundert, in Gera, machte zusätzlich neugierig. Bei Kaffee und Kuchen wurde über Themen gesprochen, die die Bürgerinnen und Bürger gerade bewegen. In den Gesprächen ging es u.a. um Energie und Klima, um Gesellschaft und Arbeitsmarkt, um KI und Technik, um Gesundheit und Ernährung – alles Themen zu denen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen. Daneben wurden aber auch Fragen von lokalem Interesse wie zum Beispiel Stadtplanung oder Strukturwandel diskutiert. Durch die rege Beteiligung und die offenen Gespräche konnten bei allen Beteiligten neue Perspektiven und Einsichten gewonnen und die Vielfalt der Wissenschaft gezeigt und vermittelt werden.

Die Initiative wird im September auf den Marktplätzen in Wetzlar  und Recklinghausen  fortgesetzt.

„Wissenschaft und ich?!" auf dem Neustädtischen Markt in Brandenburg an der Havel (abgebildet Prof. Dr. Katja Becker, Prof. Dr. Walter Rosenthal & Prof. Dr. Christoph Markschies im Gespräch mit dem Oberbürgermeister der Stadt Brandenburg Steffen Scheller)

„Wissenschaft muss Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen. Immer öfter begegne ich Menschen, die voller Sorge in die Zukunft schauen. Hier werden wir noch viel mehr das Gespräch suchen, zuhören und bestmöglich Antwort geben müssen – auf die vielen Fragen, die sich im Alltag unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger immer wieder stellen.“ Professor Dr. Christoph Markschies, Präsident der BBAW und der Akademienunion

HRK-Präsident Professor Dr. Walter Rosenthal führt näher aus: „Wissenschaft ergründet, was unsere Welt ausmacht, vergrößert unser Wissen und erweitert so unseren Horizont. Wissenschaftliche Forschung trägt wesentlich dazu bei, gegenwärtige und künftige Herausforderungen zu meistern, etwa im Bereich Gesundheit, Mobilität, Klima oder Demografie. Wir möchten auf Marktplätzen darüber ins Gespräch kommen, was Wissenschaft zu zentralen Gesellschaftsfragen beisteuern kann, wie sie arbeitet und welche Rahmenbedingungen sie braucht.“ Professor Dr. Walter Rosenthal, HRK-Präsident

 „Wir möchten zeigen, dass es faktenbasierte Antworten auf viele Herausforderungen gibt und dass sich gemeinsam, im Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, Lösungsmöglichkeiten erarbeiten lassen. Unterschiedliche Blickwinkel können hier sehr hilfreich sein.“ Professorin Dr. Katja Becker, Präsidentin der DFG

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