Globale Probleme verlangen globale Lösungen – besonders in kritischen Bereichen wie Klimawechsel und Artenschutz, die mit wirtschaftlichem Wachstum und gesellschaftlicher Entwicklung einhergehen. Analysen, Planung und Intervention auf lokaler und internationaler Ebene müssen sich auf solide, breitbasierte Informationen von Experten stützen. Vor diesem Hintergrund stellt sich KYOTO der Herausforderung, Wissen und Wissenstransfer übergreifend über Kultur- und Sprachgrenzen zu strukturieren.

Im Projekt wird ein System entwickelt, welches menschlichen Benutzern und Maschinen erlaubt, sich gezielt Wissen anzueignen und es mittels einer Wiki-Plattform zu struktierien, um es sowohl Experten als auch Laien in zunächst sieben Sprachen zugänglich und erweiterbar zu machen.

KYOTO wird von Prof. Piek Vossen (Freie Universität Amsterdam) geleitet und schliesst Forschergruppen in Italien, Spanien, Tschechien, China, Japan und Deutschland ein. Des Weiteren sind Partner aus Industrie und Umweltschutzgruppen (z.B. World Wildlife Fund) beteiligt.

Die Aufgabe der KYOTO-Gruppe an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ist es, eine sprachunabhängige Ontologie zu entwickeln, die in konsistenter Weise Entitäten einerseits unterscheidet und andererseits miteinander verbindet. Wordnets, die semantisch ähnliche Wörter ebenfalls in Baumstrukturen verknüpfen, werden mit der Ontologie verbunden, so dass entsprechende Lexikalisierungen und Konzepte aufeinander abgebildet werden. Die Ontologie und die wordnets sind halbautomatisch erweiterbar, was es Experten in den KYOTO Zieldomänen ermöglicht, einschlägiges Wissen zu integrieren und auf sprachunabhängiger Ebene zugängig zu machen und zu benutzen.

Kontakt
Dr. Ute Tintemann
Referentin
Referat Arbeitsgruppen
Tel.: +49 (0)30 20370 633
tintemann(at)bbaw.de 
Jägerstraße 22/23
10117 Berlin
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