Sie treiben die Kosten in die Höhe und verlängern die Planungs- und Bauzeiten. Vorschriften, werden im Bauwesen daher häufig als Hindernis für nachhaltiges Bauen wahrgenommen. Doch worin liegen die strukturellen Ursachen und welche neuen Wege sind möglich? Dass das Problem erkannt ist, zeigen Maßnahmen wie der bereits viel diskutierte Gebäudetyp E und das 2025 in Kraft getretene „Bau-Turbo“-Gesetz. Doch führen diese Maßnahmen tatsächlich zu nachhaltigem Bauen?
Die Veranstaltung nimmt Regularien unter die Lupe, diskutiert notwendige Reformen sowie das Spannungsfeld zwischen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen, verbindlichen Nachhaltigkeitsstandards und dem Wunsch nach Vereinfachung.
Mit einer Einführung durch die Sprecherin der IAG, Ulrike Kuhlmann (Vizepräsidentin der BBAW, Universität Stuttgart) und Klaus Vieweg (IAG-Mitglied, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, acatech Mitglied)
Podiumsgäste: Jürgen Odszuck (Erster Bürgermeister der Stadt Heidelberg, Dezernat für Stadtentwicklung und Bauen), Türk Schellenberg (Bautechnisches Prüfamt, Landesamt für Bauen und Verkehr, Außenstelle Cottbus) und Florian Summa (Architekt, SUMMACUMFEMMA, TU Dresden)
Eine Veranstaltung der Interdisziplinären Arbeitsgruppe „Anders Bauen – für Ressourcenschonung und Klimaschutz“.
AKADEMIEVORLESUNG „Anders Bauen – Hindernisse und Lösungen“
Nachhaltiges Bauen gilt als ein Schlüssel für mehr Ressourcenschonung und Klimaschutz: denn fast die Hälfte des weltweiten Ressourcenverbrauchs, Abfallaufkommens und CO2-Ausstoßes sind direkt oder indirekt mit dem Bausektor verbunden. Doch warum fehlt es bislang an konsequenter Umsetzung? Die Chancen für nachhaltiges Bauens sind nicht selten mit scheinbaren oder tatsächlichen Nachteilen und Hindernissen verbunden.
An drei Abenden werfen wir Schlaglichter auf Hindernisse und Zielkonflikte im Bereich des nachhaltigen Bauens und auf Lösungsmöglichkeiten, die in der Interdisziplinären Arbeitsgruppe „Anders Bauen – für Ressourcenschonung und Klimaschutz“ entwickelt werden. Die drei Veranstaltungen setzen ihren Schwerpunkt erstens auf erfolgreiche Pilotprojekte, die zeigen, dass nachhaltiges Bauen umsetzbar ist. Zweitens wird hervorgehoben, dass Kommunikation und Wissensvermittlung zentrale Schlüssel für die Verbreitung nachhaltiger Bauweisen sind. Schließlich wird darüber diskutiert, wie geeignete regulatorische Rahmenbedingungen gestaltet werden können.