Gemeinsame Erklärung: Volle Solidarität und Unterstützung der Ukraine

09.03.2022

Auf schnelle Hilfsmaßnahmen für ukrainische Wissenschaftler*innen und Studierende haben sich Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Studierendenwerke und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg verständigt. Insgesamt 500.000 Euro stellt das Landesministerium zu diesem Zweck zur Verfügung.

Der Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW), Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christoph Markschies, erklärt: „Angesichts der furchtbaren Verbrechen, die die deutsche Wissenschaft – darunter auch Mitglieder der Akademie – im Zweiten Weltkrieg gegenüber dem Volk der Ukraine geplant und begangen hat, fühlen wir uns besonders verpflichtet, der Ukraine in tätiger Solidarität bei der Abwehr des völkerrechtswidrigen, barbarischen russischen Angriffs beizustehen. Dazu sind wir mit der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine in engem Kontakt. Wir werden gemeinsam mit ihr und mit unseren polnischen, slowakischen, tschechischen und baltischen Schwesterakademien und den einschlägigen Brandenburger Akteuren ein Netzwerk junger Wissenschaftler:innen organisieren, in dem die Kompetenz zur Region und zu transregionalen Fragestellungen gebündelt wird. Im Rahmen dieses Netzwerks soll auch bedrohten ukrainischen Wissenschaftler:innen Schutz und ein sicherer Aufenthalt an der BBAW geboten werden. Dazu arbeiten wir auch mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien und Schwesterakademien in Südosteuropa zusammen. Eine stabile europäische Friedensordnung wird es nur in einem geeinten Europa geben; das Netzwerk der Akademien mit seinen Stipendien und Fellowships ist ein nachhaltiger Beitrag dazu. Die BBAW wird selbstverständlich in diesem Rahmen auch die bedrohten belorussischen und russischen Wissenschaftler:innen unterstützen, die gegen den verbrecherischen Krieg und das System, das ihn führt, protestieren und an die russische Wissenschaft appellieren, den Weg in die Zukunft gemeinsam mit den europäischen Staaten zu suchen. Im Augenblick gilt aber vor allem: #StandwithUkraine.“

Die gemeinsame Erklärung können Sie hier in Gänze nachlesen. (PDF, 373KB) 

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