Kulturtheorie in der Ägyptologie zwischen Archäologie und Text

Erman-Tag 2022

31. Oktober 2022

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Die Ägyptologie zeichnet sich in Forschung und Lehre durch die enge Verflechtung von Archäologie, Bildwissenschaft und Philologie aus. Sie zählt damit wie andere Regionalwissenschaften und dem Selbstverständnis nach zu den Kulturwissenschaften.

Kulturtheoretische Überlegungen treten in der Ägyptologie meist dann zu Tage, wenn große Quellenbestände zu Synthesen zusammengeführt werden. Sie begleiten die Ägyptologie seit ihren Anfängen im 19. Jahrhundert, werden aber erst in jüngerer Zeit vermehrt zum Gegenstand einer expliziten Auseinandersetzung gemacht. 

In Richard Bußmanns Vortrag werden bestehende Modelle unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses von materieller Kultur und Textquellen verglichen und aktuelle Diskussionen von Praxistheorien als eine Perspektive für die zukünftige Modellierung in Anschlag gebracht. Der Schwerpunkt liegt auf dem Wert theoretischer Reflexionen für die konkrete Interpretation. Der Vortrag stützt sich dafür unter anderem auf neue Ausgrabungsergebnisse des Alten Reichs aus Hebenu, einer Provinzhauptstadt in Mittelägypten. 

Eine Veranstaltung des Akademienvorhabens „Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache“ im Zentrum Grundlagenforschung Alte Welt.


PROGRAMM

Begrüßung

  • Tonio Sebastian Richter (Akademiemitglied | Freie Universität Berlin)

Livegang des Thesaurus Linguae Aegyptiae

  • Daniel Werning (BBAW)

Festvortrag

  • Richard Bußmann (Universität zu Köln)

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Franziska Urban
Veranstaltungskoordinatorin
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